Innerhalb einer Woche kam es in Sachsen-Anhalt zu zwei manipulierten Sirenenauslösungen. Zunächst in der Stadt Halle und nun in der Stadt Querfurt im Saalekreis wurden von Unbefugten Sirenenalarme mit falschen Durchsagen ausgelöst. In beiden Fällen handelt es sich Medienberichten zufolge um einen sogenannten Cyber-Angriff auf moderne Sirenenanlagen, die auch Sprachdurchsagen ermöglichen.
Obwohl Sirenen in Sachsen-Anhalt seit fast zwanzig Jahren digital von den Leitstellen angesteuert werden, kam es in der Vergangenheit nie zu solchen Angriffen. Angesichts der jüngsten Vorkommnisse zeigt sich der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, Rüdiger Erben (Foto), besorgt und fordert eine rasche Aufklärung: „Die Taten müssen schnell aufgeklärt und die offensichtlich vorhandenen Sicherheitslücken wirksam geschlossen werden.“ Man erlebe in anderen Lebensbereichen, wie schnell es passiere, dass Menschen das Vertrauen in staatliche Informationen verlieren und auf Falschinformationen hereinfallen.
Erben: „Wenn eine staatliche Stelle Warnungen ausspricht, dann müssen sich die Menschen darauf verlassen können, dass wirklich der Staat hinter der Information steht. Deswegen ist es so immens wichtig, dass die Sicherheitslücken in Sachsen-Anhalt sehr schnell geschlossen werden. Das ist nicht allein Sache der betroffenen Kommunen, sondern auch von Innen- und Digitalministerium in unserem Land.“
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Text/Foto: SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt am 19. Januar 2026
