Im Iran spitzt sich die Lage weiter zu. In Teheran haben sich zehntausende regierungstreue Demonstranten versammelt, um gegen einen angeblichen Einfluss aus dem Ausland zu protestieren. Die Führung in Teheran wirft den USA und Israel vor, Terroristen einzusetzen, um Unruhen im Land zu schüren. Wie freiwillig diese Kundgebungen sind, lässt sich nicht unabhängig überprüfen. Gleichzeitig demonstrieren hunderttausende Menschen seit Tagen gegen das Mullah-Regime, angestoßen durch Aufrufe von Reza Pahlavi, dem ältesten Sohn des letzten Schahs. Nach Berichten von Menschenrechtsorganisationen und Exilmedien wurden dabei hunderte, möglicherweise sogar tausende Regimegegner getötet. Bundeskanzler Friedrich Merz sieht angesichts der massiven Gewalt das iranische Regime politisch am Ende.
Parallel dazu wird erneut über eine mögliche militärische Option der USA diskutiert. US-Präsident Donald Trump lässt diese Möglichkeit offen und setzt weiter auf maximale Drohkulissen. Die USA verfügen in der Region über umfangreiche militärische Kapazitäten, darunter Stützpunkte in Katar, Bahrain, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie mehrere Kriegsschiffe im Persischen Golf. Als mögliche Ziele gelten iranische Atomanlagen, Ölraffinerien, Raketenstellungen und Einrichtungen der Revolutionsgarden. Gleichzeitig warnen Experten vor iranischen Vergeltungsmaßnahmen, etwa Raketenangriffen auf US-Stützpunkte, Angriffen auf Israel oder einer Blockade der Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels verläuft. Die Lage bleibt hochdynamisch und kann sich jederzeit weiter zuspitzen.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 14. Januar 2026
