Trotz Waffenruhe haben sich die USA und der Iran gegenseitig in der Straße von Hormus beschossen. Zudem griff das US-Militär einzelne Ziele im Iran an. «US-Streitkräfte wehrten unprovozierte iranische Angriffe ab und reagierten mit Schlägen zur Selbstverteidigung», teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) der US-Streitkräfte auf der Plattform X mit. Das iranische Militär bestätigte Angriffe auf US-Kriegsschiffe und machte dafür wiederum US-Attacken auf einen iranischen Öltanker verantwortlich.
Centcom teilte weiter mit, die iranischen Angriffe seien abgewehrt worden, als Lenkwaffenzerstörer der US-Marine am Donnerstag die Straße von Hormus in Richtung Golf von Oman durchquert hätten. Iranische Streitkräfte hätten mehrere Raketen abgefeuert und Drohnen sowie kleine Boote eingesetzt, als drei US-Schiffe die Meerenge passiert hätten.
Das US-Militär habe die Bedrohungen «neutralisiert» und iranische Militäreinrichtungen angegriffen, die für die Angriffe auf die US-Streitkräfte verantwortlich gewesen seien – darunter Raketen- und Drohnenabschussrampen, Kommando- und Kontrollzentren sowie Zentralen für Aufklärung und Überwachung, hieß es weiter. Es werde keine Eskalation angestrebt, man werde jedoch die US-Streitkräfte schützen.
Die Meerenge ist für die Weltwirtschaft unter anderem wegen der Exporte von Öl und Flüssiggas aus den Staaten am Persischen Golf von entscheidender Bedeutung. Der Iran hat die Schifffahrt in der Passage seit Kriegsbeginn mit Angriffen und Drohungen praktisch zum Erliegen gebracht. Die USA wiederum haben inzwischen eine Blockade für Schiffe verhängt, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 08. Mai 2026
