Ronzheimer: Was stört Sie an Trumps Iran-Krieg? Mit Bodo Ramelow

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Der Iran-Krieg spaltet – und im Podcast prallen zwei Welten frontal aufeinander.

Paul diskutiert mit Linken-Politiker Bodo Ramelow über den US-/Israel-Schlag, Völkerrecht, Regime-Change und die Frage, ob Bomben Freiheit bringen können. Ramelow nennt das Mullah-Regime „diktatorisch“ und „inakzeptabel“, warnt aber vor einem „Regimewechsel durch Bombardement“ – mit Verweis auf Irak, Libyen und Syrien. Paul hält dagegen: Wie soll die iranische Opposition ohne massive Hilfe von außen ein hochgerüstetes Terrorregime stürzen? Ramelow setzt auf zivilen Widerstand, Streiks und wirtschaftlichen Druck („Basar zu“), kritisiert zugleich die westliche Iran-Politik der letzten Jahrzehnte – und Donald Trump als unberechenbaren „Kriegspräsidenten“.

Außerdem Thema: Deutschlands Rolle und Europas Haltung gegenüber Trump – inklusive Ramelows scharfer Kritik an Kanzler Merz und dessen Auftritt in den USA. Und zum Schluss wird’s innenpolitisch brisant: Ramelow über Antisemitismus und Israel-Hass in Teilen der Linken, Streit mit der Parteijugend („Israel muss weg“) – und warum die Debatte um Gaza für ihn ein Brennglas für breiteren Antisemitismus in Deutschland ist.

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Text/Foto: Ronzheimer