Projekttag mit Sandsäcken und Rekordpegel: Wünsch zeichnet Schönebecker Schüler aus

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Wer in Schönebeck an der Elbe wohnt, kennt die Schönheit aber auch die Gefahr der blauen Lebensader. Während des „Jahrhunderthochwassers“ 2013 wurde im Juni die historische Altstadt überflutet. Die Elbe erreichte damals ihren Höchststand – verewigt durch eine Hochwassermarke von 7,51 Meter an der Schönebecker „Salzblume“, einer aus Stahl und Eisen geschmiedeten Skulptur am Elbufer.

An die Flutkatastrophe vor 13 Jahren können sich Schülerinnen und Schüler kaum erinnern – sie waren zu jung oder schlicht noch nicht geboren. Um sie für die Gefahren von Hochwasser und die Bedeutung eines konsequenten Schutzes zu sensibilisieren, hatte das Umweltministerium den landesweiten Schulwettbewerb „Wasser hat Kraft. Du auch!“ aus der Taufe gehoben. Mit dabei waren auch Achtklässler der Förderschule „Johann Heinrich Pestalozzi“ aus Schönebeck (Elbe). Sie wurden gestern von Staatssekretär Thomas Wünsch mit dem dritten Platz ausgezeichnet – 300 Euro Preisgeld inklusive.

Die Schülerinnen und -schüler hatten bei einem Projekttag zum Thema „Hochwasser“ u.a. Sandsäcke in der Schönebecker Außenstelle des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) befüllt, sich an der Elbe über das Jahrhunderthochwasser 2013 informiert sowie dort Hochwassermarken und Schutzanlagen besichtigt – und im Anschluss darüber einen Bericht verfasst. 

Wünsch gratulierte: „Wasser hat in der Tat große Kraft. Wer die enorme Naturgewalt einer extremen Flut hautnah erlebt, vergisst das so schnell nicht. Konsequenter Hochwasserschutz ist aber für alle Generationen wichtig – besonders für junge Menschen, die starke Hochwasser höchstens von Erzählungen oder aus dem Internet kennen. Deshalb freue ich mich, dass sich auch die Schönebecker Förderschüler bei ihrem Projekttag mit diesem wichtigen Thema befasst haben. Wer Rekordpegel sieht, selbst Sandsäcke schippt sowie Deiche und Mauern besichtigt, verinnerlicht die große Kraft des Wassers sowie die Notwendigkeit, sich vor Fluten und Starkregen zu schützen. Herzlichen Glückwunsch zu Platz 3 – und einen großen Dank auch an die Lehrkräfte.“

Hintergrund:

Das Umweltministerium hatte den Schulwettbewerb „Wasser hat Kraft. Du auch!“ im August 2025 gestartet. Beteiligen konnten sich Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 7 aller weiterführenden Schulen in Sachsen-Anhalt. Gesucht waren (digitale) Dokumentationen in Form von Fotos, Videos, Reels, Storys oder Collagen, mit selbst recherchierten Informationen zu einzelnen Hochwassermarken und den dazugehörenden Hochwasserereignissen im Land. Ziel des Wettbewerbs war es, junge Menschen für die Gefahren extremer Fluten und für die Notwendigkeit von Hochwasserschutz im Land zu sensibilisieren. Für die drei besten Schulteams, die von einer Jury ausgewählt wurden, gab es insgesamt 1.800 Euro Preisgeld.

Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann hatte in den vergangenen Wochen die Erst- und Zweiplatzierten des Wettbewerbs ausgezeichnet: Der Sieg ging an die Sekundarschule „An der Elbe“ aus Parey (Landkreis Jerichower Land); die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler hatten Hochwassermarken an sieben Orten der Region aufgespürt sowie aus Steckbriefen und Fotos eine Online-Karte erstellt, die sukzessive erweitert werden kann. Platz 2 erreichten Neuntklässlerinnen und Neuntklässler der Integrierten Gesamtschule (IGS) „Regine Hildebrandt“ aus Magdeburg; sie hatten den Instagram-Kanal @igsrh_hochwasser ins Leben gerufen und dort vielfältige Posts zu Hochwasser, Klimawandel, Flutvorsorge-Check und Hochwassermarken veröffentlicht.

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Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt

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