Land fördert werkseigene Straßeninfrastruktur in Leuna mit insgesamt 900.000 Euro

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Das Land Sachsen-Anhalt stellt insgesamt 900.000 Euro Fördermittel für drei Werksbahnen am Standort Leuna bereit.

„Mit dieser finanziellen Unterstützung stärken wir einmal mehr den Ausbau des umweltfreundlichen Transports auf der Schiene“, erklärte die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens (Foto), heute bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide am Chemiestandort. Durch die Verlagerung vieler kleinerer Transportmengen von der Straße auf die Schiene werde die angestrebte Reduzierung des CO2-Ausstoßes erreicht, hob die Ministerin hervor.

Nach den Worten von Lydia Hüskens wird die Landesförderung in notwendige Ausbau- und Sanierungsarbeiten der Schienengüterinfrastruktur dreier in Leuna ansässiger Unternehmen investiert.

Die InfraLeuna GmbH erhält 300.000 Euro für die Sanierung des Gleises 56. Durch das bereits heute sehr hohe Transportvolumen wird dessen grundhafte Erneuerung notwendig, um die Betriebssicherheit und Leistungsfähigkeit des Gleises zu erhalten. „Die Unterstützung des Landes für den Erhalt und den Ausbau der Bahn-Infrastruktur des Chemiestandortes ist überaus bedeutsam und trägt zur Wettbewerbsfähigkeit dieses wichtigen Kerns der Industrie in Sachsen-Anhalt bei“, erklärte Dr. Detlev Brodkorb, Prokurist der InfraLeuna GmbH.

Auch die Vantage Leuna GmbH erhält einen Fördermittelbescheid über 300.000 Euro. Mit dem ersten Teilvorhaben, dem Neubau der Gleisanlagen, soll die geplante Umschlaganlage die jetzt schon erkennbaren Zuwächse bei Transport und Entladung möglich machen. „Durch den Ausbau unserer Bahnentladekapazitäten können wir unsere Kunden durch ein breiteres Produktportfolio, optimierte Warenabfertigung und größere Flexibilität weiter unterstützen“, ergänzt Dr. Stefan Grabowski, Standortleiter der Vantage Leuna GmbH.

Für die Quadrimex Sulfur Chemicals GmbH & Co. KG werden ebenfalls 300.000 Euro bereitgestellt. Hier soll das Fördergeld in die Instandsetzung der bestehenden Gleisanlage und den Anschluss an das Werksnetz der InfraLeuna am Chemiestandort fließen. „Die Verstärkung unserer Bahnanbindung verschafft uns weitere Optionen in der Rohstoffbeschaffung, der Bereitstellung im Betrieb und dem parallelen Abfertigen. Wir sind logistisch breiter aufgestellt und erreichen damit kürzere Durchlaufzeiten und mehr Anlagenverfügbarkeit“, sagte Geschäftsführer Martin Ziegler.

Information:

Sachsen-Anhalt fördert den Ausbau und die Erneuerung von Gleisen, Weichen und weiteren Bestandteilen des werkseigenen Schienengüterverkehrs, um in Zukunft noch mehr Güter umweltfreundlich über die Schiene zu transportieren. Im Rahmen der seit 2022 gültigen Richtlinie zur Stärkung des regionalen Schienengüterverkehrs stellt das Land bis 2026 insgesamt zehn Millionen Euro bereit. Über das Förderprogramm können Eigentümer privater Eisenbahninfrastruktur für den Güterverkehr die Hälfte der Investitionskosten als Zuschuss beantragen.

Text/Foto: Ministerium für Infrastruktur und Digitales