KVSA-Vorstand dankt Landesgesundheitsministerin für kritische Worte und klare Haltung zum Spargesetz

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Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) dankt den Bundesländern für ihre deutliche Positionierung gegen das Spargesetz des Bundes zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz) in der heutigen Bundesratssitzung. Insbesondere Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne habe kritische Worte gefunden und klar Haltung bezogen. „Es freut uns, dass Ministerin Grimm-Benne öffentlich bekundet, dass sie uneingeschränkt an der Seite der Ärzteschaft steht, dass die ambulante Gesundheitsversorgung nicht noch mehr Gegenwind, sondern politischen Rückenwind braucht“, so der KVSA-Vorstand mit Dr. Jörg Böhme, Dr. Nadine Waldburg und Mathias Tronnier und verweist auf die Pressemitteilung des Landesgesundheitsministeriums.

Immer wieder hat der KVSA-Vorstand darauf hingewiesen, welche Auswirkungen das Spargesetz in seiner jetzigen Form auf die ambulante Versorgung haben werde, erst jüngst hat die KVSA-Vertreterversammlung eine entsprechende Resolution verabschiedet. Eindringlicher Appell: Der Wegfall der Finanzierung schneller Facharzttermine, zusätzliche Regulierungen sowie die Ausweitung von Ausgabenobergrenzen werden zum Rückgang ambulanter Behandlungskapazitäten führen, in Sachsen-Anhalt könnten jährlich rund 600.000 Arzt- und Psychotherapeutentermine wegfallen, längere Wartezeiten und eine Verschlechterung der wohnortnahen Versorgung wären die absehbare Folge.

„Diese Bundesratssitzung zeigt uns, dass die Vertragsärzte- und Psychotherapeutenschaft gehört wird und unsere Anliegen und Einwände ernst genommen werden. Ein gutes Zeichen und eine Bestätigung des Miteinanders. Immerhin wollen wir alle eine gute ambulante Versorgung für die Patienten, heute und auch in Zukunft“, betont der KVSA-Vorstand.

Foto: KVSA-Vorstand Mathias Tronnier (von links), Dr. Jörg Böhme und Dr. Nadine Waldburg © KVSA / Rayk Weber