Der Sicherheitsexperte Nico Lange sieht widersprüchliche Signale aus Washington im Krieg gegen den Iran. US-Präsident Donald Trump versuche mit wechselnden Aussagen offenbar vor allem, die Märkte zu beruhigen, nachdem die Ölpreise zuletzt deutlich gestiegen sind. Gleichzeitig sei unklar, ob die USA den Konflikt bald beenden oder sich auf eine längere militärische Kampagne vorbereiten.
Nach Einschätzung Langes richtet sich der Iran derzeit darauf ein, den Krieg länger durchzuhalten. Zwar seien zuletzt weniger Drohnen und Raketen abgefeuert worden, dennoch verfügten die Revolutionsgarden weiterhin über militärische Fähigkeiten. Zudem seien wichtige Führungs- und Kommunikationsstrukturen der iranischen Sicherheitskräfte bislang nicht entscheidend zerstört worden.
Kritisch sieht der Experte auch die Rolle Europas. Deutschland und andere Staaten könnten gemeinsam stärker handeln – etwa indem sogenannte Mittelmächte eine demilitarisierte Zone in der Straße von Hormus sichern, um den wichtigen Öltransport durch die Region zu gewährleisten.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 10. März 2026
