Der Iran-Krieg geht in die dritte Woche. US-PrĂ€sident Trump will, dass die StraĂe von Hormus wieder sicher befahrbar wird. Andere LĂ€nder sollen Kriegsschiffe schicken. In Teheran sorgt das fĂŒr Spott.
US-PrĂ€sident Donald Trump hat militĂ€rische Hilfe vieler LĂ€nder zur gemeinsamen Sicherung des Schiffsverkehrs durch die StraĂe von Hormus in Aussicht gestellt – ohne konkret zu werden. «Viele LĂ€nder â insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der StraĂe von Hormus betroffen sind â werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu halten», schrieb er auf der Plattform Truth Social. Die iranische FĂŒhrung verspottete dies als Hilferuf.
Es ist unklar, welche LĂ€nder Trump meint und ob sich LĂ€nder ĂŒberhaupt bereit erklĂ€rt haben, Kriegsschiffe zu schicken. Trump ergĂ€nzte, dass «hoffentlich» China, Frankreich, Japan, SĂŒdkorea, GroĂbritannien und andere LĂ€nder, die von Irans Blockade der fĂŒr den globalen Ălexport wichtigen Meerenge betroffen sind, Schiffe entsenden werden. Der Schiffsverkehr durch die StraĂe von Hormus ist nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ălpreise in die Höhe treibt.
Trump droht weitere Angriffe auf iranischer Ăl-Insel an
Trump drohte derweil in einem Telefoninterview des Senders NBC News mit weiteren Angriffen auf der fĂŒr Irans Ălindustrie wichtigen Insel Charg. Das US-MilitĂ€r hatte am Samstag nach seinen Angaben auf der Insel MilitĂ€ranlagen zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der StraĂe von Hormus zu bewegen.
Laut der US-Armee wurden mehr als 90 MilitĂ€rziele getroffen, ohne dass dabei die Ălinfrastruktur beschĂ€digt wurde. Trump sagte nun dem Sender NBC News nach dessen Angaben, die Angriffe hĂ€tten die Insel Charg «vollstĂ€ndig zerstört, aber wir werden vielleicht noch ein paar Mal zuschlagen, nur so zum SpaĂ».
Trump versprach auf Truth Social, die StraĂe von Hormus werde so oder so bald wieder «OFFEN, SICHER und FREI» sein. In einem weiteren Post schrieb er, die LĂ€nder, die Ăl durch die StraĂe von Hormus beziehen, mĂŒssten sie sichern.
Iran spottet ĂŒber Trumps «Bitten um VerstĂ€rkung»
Der Marine-Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Aziz Reza Tangsiri, verspottete Trump auf der Plattform X: «Die Amerikaner haben fĂ€lschlicherweise behauptet, die iranische Marine zerstört zu haben. Dann haben sie fĂ€lschlicherweise behauptet, Ăltanker zu eskortieren. Jetzt bitten sie sogar andere um VerstĂ€rkung», schrieb er mit Blick auf Trumps Post.
Weiter schrieb der iranische Kommandeur: «NatĂŒrlich sollten wir daran erinnern, dass die StraĂe von Hormus noch nicht militĂ€risch gesperrt wurde und lediglich unter Kontrolle steht». Irans AuĂenminister Abbas Araghtschi schrieb auf X: «Die USA bitten nun andere, sogar China, um Hilfe bei der Sicherung der StraĂe von Hormus». Der Iran rufe «seine brĂŒderlichen Nachbarn dazu auf, auslĂ€ndische Aggressoren zu vertreiben, zumal deren einziges Anliegen Israel ist.»
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 15. MĂ€rz 2026
