Energiekosten treiben die Verbraucherpreise in die Höhe

Der Verbraucherpreisindex stieg im April 2026 auf einen Stand von 127,3 (Basis 2020 = 100).

Das Statistische Landesamt teilt mit, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen im April um 3,1 % zum Vorjahr und um 1,0 % zum März 2026 gestiegen sind.

Mit einer deutlichen Steigerung um 12,4 % erhöhten sich die Preise für Energie überdurchschnittlich im Jahresvergleich. Hierbei verteuerten sich Dieselkraftstoff (+44,6 %), Heizöl, einschließlich Betriebskosten (+33,2 %), Flüssiggas, Füllung eines Tankbehälters (+31,1 %) und Superbenzin (+24,0 %) weit über der durchschnittlichen Inflationsrate. Andere Energieträger, wie beispielsweise Strom (-1,4 %), Erdgas, einschließlich Betriebskosten (-2,0 %) oder Fernwärme und Anderes (-2,5 %) wurden für die Verbraucher günstiger.

Deutliche Preisanstiege wurden auch in anderen Bereichen gemessen. So stiegen die Preise im Bildungswesen im Schnitt um 6,6 %. Preistreibend wirkten hier die Erhöhungen der Studiengebühren und Immatrikulationsgebühren (+14,7 %), aber auch die Entgelte für weiterführende Schulen (+8,4 %) und Dienstleistungen des Elementarbereichs (+6,8 %). Weniger stark stiegen die Preise bei Möbeln, Leuchten, Geräten u. a. Haushaltszubehör. Die Preise in dieser Gruppe blieben weitgehend preisstabil (+0,2 %).

Neben stark gestiegenen Preisen für Verkehr (+3,3 %) entwickelten sich die Kosten für Bekleidung und Schuhe (+1,5 %) im April 2026 überdurchschnittlich zum Vormonat. Die Kundinnen und Kunden mussten hier bei Schuhen moderate Preissteigerungen um 0,4 % in Kauf nehmen, für Bekleidung betrugen diese 1,7 %.

Bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken stiegen die Verbraucherpreise um 0,5 % zum Vormonat und damit unterdurchschnittlich. Auch alkoholische Getränke und Tabakwaren dämpften die Monatsentwicklung (+0,3 %).

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Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt am 29. April 2026

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