Sachsen, Sachsen-Anhalt und drei weitere Bundesländer haben nach Angaben der Bundesbeauftragten kein Schutzkonzept gegen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen an Schulen. Das erklärte die unabhängige Missbrauchsbeauftragte, Kerstin Claus. Sie kündigte an, bundesweit rund 10.000 Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen zu Gewalterfahrungen und deren Folgen zu befragen. Nur so könne man den tatsächlichen Missbrauchszahlen näher kommen. Claus sagte, es müsse völlig normal werden, bei Lehrern nachzufragen – etwa wenn jemand auffällig oft mit einer Schülerin spreche oder sich anbiete, bei Problemen zu helfen.
Foto: Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Kerstin Claus (c) UBSKM / Barbara Dietl
