Barrierefreiheit / Minister Sven Schulze überreicht Gütesiegel an touristische Einrichtungen in Quedlinburg

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Quedlinburg. Sachsen-Anhalts Tourismusminister Sven Schulze (Foto) hat heute das i-Marke-Zertifikat für geprüfte Tourist-Informationen und sechs Gütesiegel „Reisen für Alle“ an touristische Einrichtungen in der Welterbestadt Quedlinburg (Landkreis Harz) übergeben.

Mehr als 50 Tourismusanbieter aus dem Harz arbeiten bereits am Abbau von Barrieren in ihren Unternehmen. Neu hinzugekommen sind im Projekt „Reisen für Alle“ fünf Unternehmen aus Quedlinburg. Gütesiegel erhielten das Lyonel-Feininger-Museum, das Wyndham Garden Quedlinburg Stadtschloss Hotel und die Ferienresidenz Schlossblick mit der barrierefrei konzipierten Ferienwohnung Mathilde.

Außerdem überreichte Minister Schulze Gütesiegel an die Quedlinburg Tourismus Marketing GmbH für die Quedlinburg Information, den touristischen Infopunkt mit barrierefreiem WC am Parkplatz Marschlinger Hof sowie für einen barrierefrei konzipierten Stadtrundgang um die Marktkirche St. Benediktii.

Minister Sven Schulze: „Der Harz mit seinen einmaligen Naturerlebnissen ist zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ziel. Auch Menschen mit Handicap sollen die Region unbeschwert und ohne Einschränkungen entdecken können. Für uns ist wichtig, dass immer mehr Einrichtungen auf barrierefreie Angebote setzen. Barrierefreiheit ist ein zentrales Service- und Qualitätsmerkmal, das den Komfort für alle Gäste steigert. Deshalb wird das Land Sachsen-Anhalt weiterhin alles in seiner Kraft stehende tun, um diesen positiven Trend weiter zu verstärken.“

Gleichzeitig erhielt die Quedlinburg Information von Minister Schulze das erfolgreich verteidigte i-Marke Zertifikat für geprüfte Tourist Informationen. Für diese bundesweite Anerkennung zeichnet der Tourismusverband Sachsen-Anhalt e.V. verantwortlich. 

Der Oberbürgermeister der Welterbestadt Quedlinburg, Frank Ruch, sagte: „Die Auszeichnung der ersten sechs touristischen Einrichtungen und Angebote mit dem Zertifikat ‚Reisen für Alle‘ zeigt die Bedeutung von inklusiven Angeboten in unserer Welterbestadt Quedlinburg. Besonders freut uns, dass unsere Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH mit der Quedlinburg-Information, dem Infopunkt sowie dem WC am Marschlinger Hof und einem Stadtrundgang als gutes Beispiel vorangeht und so noch viele weitere touristische Partner und Einrichtungen zu einer Überprüfung der Barrierefreiheit in Quedlinburg animiert.“

Die ausgezeichneten Betriebe bzw. Angebote verfügen u. a. über stufenlose Zu- und Eingänge, Rampen, großzügige Bewegungsflächen in öffentlichen Bereichen, breite Türen, größtenteils gut begeh- und befahrbare Außenwege, barrierefrei konzipierte Zimmer mit ebenerdigen Duschen, Duschsitz und Haltegriffen sowie kontrastreich gestaltete und gut ausgeleuchtete Exponate und Informationen in Ausstellungsbereichen. Aufzüge sorgen dafür, dass alle Bereiche stufenlos erreichbar sind. Gekennzeichnete oder reservierbare Parkplätze für Menschen mit Handicap stehen meist vor allen Gebäuden zur Verfügung. 

Das Gütesiegel „Barrierefreiheit geprüft“ gilt zunächst für drei Jahre und kann mit einer Rezertifizierung verlängert werden.

Hintergrund:

Das Projekt „Reisen für Alle“ wird vom Land Sachsen-Anhalt gefördert und von der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH umgesetzt. Hierbei werden barrierefreie Angebote heimischer Tourismusbetriebe erhoben und anhand eines deutschlandweit einheitlichen Kennzeichnungssystems zertifiziert. Gäste, die nach barrierefreien Angeboten suchen, erhalten dadurch vor Reiseantritt verlässliche Informationen, die übersichtlich im Internet einsehbar sind. Das Ziel, die Zahl barrierefreier Angebote zu steigern, ist im Masterplan Tourismus 2027 und im Koalitionsvertrag verankert.

Aktuell sind knapp 200 Betriebe in Sachsen-Anhalt mit dem Gütesiegel ausgezeichnet. Deutschlandweit sind knapp 3000 Betriebe zertifiziert. Von den 14 deutschlandweit geprüften barrierefreien Tourismusorten liegen vier in Sachsen-Anhalt: Bernburg (Saale), Lutherstadt Wittenberg, Dessau-Roßlau und Magdeburg. 

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt

Foto (c) CDU Sachsen-Anhalt