SACHEN-ANHALT: Bildungspflicht statt Schulzwang? AfD-Pläne lösen Streit ums Abitur aus

Veröffentlicht in: NACHRICHTEN | 0

Haseloff warnt vor Folgen einer AfD-Regierung

In Sachsen-Anhalt rückt die Landtagswahl im September in den Fokus. Die AfD greift nach der absoluten Mehrheit in der Staatskanzlei in Magdeburg. Reiner Haseloff warnt Eltern und Schüler vor Folgen einer AfD-Regierung. Sven Schulze sagt, er kämpfe dafür, dass Schüler weiter mit einem Abschluss aus Sachsen-Anhalt in Hamburg, Düsseldorf oder München studieren können. Die AfD plant im Bildungsbereich weitreichende Änderungen. Im Transkript genannt werden Bildungspflicht statt Schulzwang, Unterricht zu Hause, Schüleraustausche mit Russland und neue Geschichtslehrpläne.

Hans-Thomas Tillschneider fasst den Kurs mit „Mehr Bismarck, weniger Hitler“ zusammen. Der Lehrerverband sieht derzeit keine Gefahr für die Anerkennung des Abiturs. Nur bei verfassungsfeindlichen oder extremistischen Vorgängen in Prüfungen sieht er eine Grenze. Verfassungsrechtler nennen eine Ablehnung aus parteipolitischen Gründen verfassungswidrig. Aus fachlichen Gründen sei sie denkbar, etwa bei stark abgesenktem Prüfungsniveau oder unklaren Vergabekriterien. Bis dahin könnten Abiturienten aus Magdeburg weiter in Berlin studieren.

——–

Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 09. Mai 2026