Russland hat seine Angriffe im Osten der Ukraine verstärkt. Nach ukrainischen Angaben gab es in den vergangenen Stunden rund 160 Zusammenstöße an der Front. Gleichzeitig erinnerte die Ukraine an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 40 Jahren. Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte, Tschernobyl müsse wieder unter ukrainische Kontrolle kommen, ebenso das Kernkraftwerk Saporischschja.
In Dnipro kam es am Wochenende zu einer massiven Angriffswelle. Über mehr als 20 Stunden griff die russische Armee die Großstadt mit Marschflugkörpern und Kamikazedrohnen vom Typ Schahed 136 an. Mindestens neun Menschen wurden getötet, rund 60 verletzt. Ziel waren nach ukrainischen Angaben vor allem Waffenproduktionsstätten. Auch eine Tankstelle wurde getroffen. Wachleute berichteten, Drohnen hätten gezielt nach Tanklastwagen gesucht, um die Versorgung der ukrainischen Truppen zu stören.
Auch die Ukraine greift russische Energieinfrastruktur an, darunter Raffinerien, Ölhäfen und Terminals.
Der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj erklärte, die Angriffe nähmen mit Beginn der Frühjahrs- und Sommeroffensive zu. Hauptstoßrichtungen seien Slowjansk und Kramatorsk im Donbass sowie die Region Saporischschja.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 27. April 2026
