Magdeburg. Prof. Dr. Michael Kreißl von der Universitätsmedizin Magdeburg ist vor Kurzem zum Chair (Vorsitzenden) des Thyroid & Endocrine Committees der European Association of Nuclear Medicine (EANM) ernannt worden. Damit übernimmt er eine zentrale Rolle in der europäischen Fachgesellschaft für Nuklearmedizin und gestaltet die Weiterentwicklung des Fachgebiets auf internationaler Ebene maßgeblich mit.
Die EANM ist mit über 9000 Mitgliedern die weltweit führende wissenschaftliche Fachgesellschaft für Nuklearmedizin und organisiert auch den größten internationalen Jahreskongress des Fachgebiets. Mit der Ernennung von Prof. Kreissl wird seine langjährige wissenschaftliche und klinische Expertise im Bereich der Schilddrüsen- und endokrin- zentrierten Nuklearmedizin gewürdigt. In seiner neuen Funktion wird er die Weiterentwicklung von Leitlinien sowie innovativer diagnostischer und therapeutischer Konzepte auf internationaler Ebene maßgeblich mitgestalten.
Prof. Dr. med. Michael Kreißl ist seit April 2017 Chefarzt der Nuklearmedizin an der Universitätsmedizin Magdeburg und gilt als ausgewiesener Experte in der Behandlung fortgeschrittener Schilddrüsenkarzinome. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Bildgebung bei Schilddrüsenerkrankungen, Theranostik (innovative molekular ausgerichtete diagnostische und therapeutische Verfahren, unter anderem beim Prostata-, Pankreas- und Mammakarzinom) sowie interdisziplinäre lokaltherapeutische Ansätze.
Darüber hinaus ist er auch als Sprecher der Sektion Schilddrüse der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) tätig. Außerdem ist er Vorsitzender des Ausschusses Schilddrüse der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN). Im letzten Jahr wurde die Nuklearmedizin der Universitätsmedizin auch als „Theranostic Center of Excellence“ durch die ICPO (International Centers for Precision Oncology) ausgezeichnet.
Prof. Kreißl ist Chefredakteur der Quarterly Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging (QJNMMI) und Gutachter für zahlreiche medizinische Fachzeitschriften. Er war maßgeblich an der Erstellung der ersten interdisziplinären S3-Leitlinie „Schilddrüsenkarzinom“ beteiligt – sowohl als Vertreter der Nuklearmedizin als auch als Leiter der Arbeitsgruppe für die initiale Diagnostik. Zudem verantwortet er den DKG-Schwerpunkt „Endokrine Malignome“ an der Universitätsmedizin Magdeburg.
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Foto: Prof. Dr. Michael Kreißl, Chefarzt der Nuklearmedizin an der Universitätsmedizin Magdeburg, ist Vorsitzender des Thyroid & Endocrine Committees der European Association of Nuclear Medicine (EANM).
Fotoquelle: UMMD
