Die Stimmung bei den Produzenten von Baustoffen (Glas, Keramik, Steine und Erden) hat sich im März deutlich eingetrübt. Das Geschäftsklima der Branche ist auf -23,5 Punkte gesunken, nach -17,9 Punkten im Februar. „Die hohen Energiepreise drücken die Stimmung bei den Herstellern für Baumaterialien. Die Branche hat in der Industrie einen der höchsten Anteile der Energiekosten am Produktionswert“, sagt ifo-Branchenexperte Nicolas Bunde.
Laut ifo Konjunkturumfrage planen deutlich mehr Unternehmen der Branche, die Preise zu erhöhen. Der entsprechende Indikator stieg im März deutlich auf 22,2 Punkte, nach 8,4 Punkten im Februar. „Höhere Preise für Baumaterialien dürften sich mittelfristig in der Bauwirtschaft niederschlagen“, erklärt Bunde. Gleichzeitig nahm der Anteil der Unternehmen zu, die ihre Produktion zurückfahren (auf -9,9 von -5,3). Dennoch bewerteten die Unternehmen ihren Auftragsbestand im März 2026 (-43,5 Punkte) spürbar günstiger als noch vor einem Jahr (-63,7 Punkte). „Die Branche arbeitet sich langsam aus der Krise, wird durch die Folgen der Konfliktsituation im Nahen Osten jedoch zurückgeworfen“, sagt Bunde.
Treiber der schlechten Stimmung unter den Produzenten von Baustoffen (Glas, Keramik, Steine und Erden) sind vor allem die deutlich pessimistischeren Geschäftserwartungen. Aber auch die aktuelle Lage bewerten die Unternehmen etwas schlechter als noch im Vormonat.
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Text/Foto: ifo Institut am 13. April 2026
