Verkehrsunfallstatistik des Polizeireviers Börde für das Jahr 2025

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Bilanz:

  • Leichter Rückgang der Verkehrsunfallzahlen
  • Ein Drittel aller Verkehrsunfälle entfallen auf Wildunfälle
  • Unfallbeteiligung unter Einwirkung von Alkohol deutlich gesunken
  • Steigende Anzahl tödlich verletzter Personen
  • Hauptunfallursachen: nicht angepasste Geschwindigkeit und Vorfahrtsverstöße

Im Polizeirevier Börde konnten im Jahr 2025 insgesamt 4.702 Verkehrsunfälle erfasst werden, womit ein Rückgang von 3,6 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen ist (2024: 4.880).

Bei den 538 erfassten Unfällen mit Personenschaden wurden insgesamt 700 Personen verletzt. (2024: 533 Unfälle mit 668 Verletzten). Darunter waren 583 Leichtverletzte, 117 Personen mit schweren Verletzungen und 12 Getötete (2024: 9 Getötete). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden leicht gestiegen.

Von den insgesamt registrierten Verkehrsunfällen handelt es sich in fast einem Drittel aller Fälle um Wildunfälle. Die dabei 1.546 erfassten Fälle sind im Vergleich zum Vorjahr nur leicht erhöht (2024: 1.513). Somit sind von den insgesamt 4.702 Verkehrsunfällen lediglich 3.156 Verkehrsunfälle auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen.

In 142 Fällen waren Radfahrer an den Verkehrsunfällen beteiligt (2024: 133), wobei es dabei in 103 Fällen zu Personenschäden kam (2024: 85). Davon waren 83 Radfahrer leicht und 20 schwer verletzt. In einem Fall wurde ein Radfahrer in Folge eines Verkehrsunfalls tödlich verletzt. Grundsätzlich konnte in 42 % der Fälle fehlerhaftes Verhalten der Radfahrer als Unfallursache ermittelt werden.

In insgesamt 557 Fällen konnte die Altersgruppe der 18 bis 24-Jährigen als Unfallverursacher zugeordnet werden. Damit hat sich der Anteil der jüngeren Unfallverursacher im Vergleich zum Vorjahr nur leicht erhöht (2024: 538). Von den 25 bis 64- Jährigen wurden 2.753 Beteiligte als unfallverursachend eingestuft (2024: 2.994) und in 791 Fällen (2024: 716) waren Verkehrsteilnehmer über 65 Jahre die Unfallverursacher. Dabei ist ein Anstieg von 10,5 % zu verzeichnen.

Es lässt sich zudem der Monat Februar als der mit den geringsten Verkehrsunfällen (287) sowie die Monate Juni (448) und November (433) als die Monate mit den höchsten Unfallzahlen feststellen. Dabei lässt sich eine vergleichbare Tendenz zum Vorjahr feststellen. Als mögliche Ursachen könnten hierbei die Ferien- und damit für viele Fahrzeugführer einhergehende Reisezeit aufgeführt werden. Auch der Beginn der dunklen Jahreszeit könnte ursächlich für das erhöhte Unfallaufkommen im November sein.

Als häufige Ursachen von Verkehrsunfällen konnten Unfälle im Zusammenhang mit nicht angepasster Geschwindigkeit (13 %), aufgrund des Wendens und Rückwärtsfahrens (8 %) sowie Vorfahrtsverstöße (9 %) erkannt werden.

Die Unfallbeteiligung unter der Einwirkung von Alkohol ist mit 54 Beteiligten im Vergleich zum Vorjahr (2024: 82) deutlich gesunken, was eine positive Entwicklung darstellt. Die Verkehrsunfälle, bei denen die Unfallbeteiligten unter der Einwirkung von Drogen festzustellen waren, haben sich mit 14 Beteiligten mehr als verdoppelt. (2024: 6).

Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Verkehrsunfallfluchten konnten in 789 Fällen registriert werden (2024: 854).

Im Jahr 2025 konnten folgende Unfallschwerpunkte im Landkreis Börde festgestellt werden:

  • Kreuzung L 47 Hohenwarsleben/ Irxleber Straße/ Berliner Allee
  • Kreuzung B 245 / L 24, Oschersleben
  • B 81 / K 1318 Kreuzung Kloster Gröningen / Nienhagen
  • L 38 / Abfahrt BAB 14 in Fahrtrichtung Wolmirstedt
  • Kreuzung B 189/ K 1172 Mose
  • Kreuzung B 81/ L 24 Gröningen
  • B 71/ Abfahrt BAB 2 Barleben OT Ebendorf
  • Einmündung B 245/ L 24 Haldensleben Klinggraben/ Süplinger Straße

Der Unfallschwerpunkt aus dem Vorjahr an der B 245 in Haldensleben im Bereich Güntherstraße/ Hafenstraße konnte durch Maßnahmen in Absprache mit der Verkehrsbehörde beseitigt werden.

An der L 38/ Abfahrt BAB 14 ist die Installation einer Ampelanlage geplant, um das Unfallrisiko zu senken. Die Polizei befindet sich darüber hinaus bereits im intensiven Austausch mit Vertretern des Landkreises Börde, um das Unfallrisiko an den benannten Schwerpunkten zu minimieren.

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Text/Foto: Polizeirevier Börde am 25. Juni 2026