Startchancen-Programm in Sachsen-Anhalt: Alle Schulen im System – Umsetzung nimmt deutlich Fahrt auf

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Das Startchancen-Programm in Sachsen-Anhalt hat einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht: Mittlerweile sind alle vorgesehenen Startchancenschulen in das Programm aufgenommen und aktiv in die Arbeitsstrukturen eingebunden. Damit geht das Land einen entscheidenden Schritt von der Aufbauphase hin zur konkreten und zielgerichteten Umsetzung.

Die Schulen arbeiten nun zunehmend an der praktischen Ausgestaltung ihrer Entwicklungsvorhaben. Im Mittelpunkt stehen dabei passgenaue Maßnahmen zur Verbesserung von Unterrichtsqualität, Lernbedingungen und Chancengerechtigkeit.

Bildungsstaatssekretär Jürgen Böhm (Foto) betont: „Mit der vollständigen Einbindung aller Startchancenschulen ist eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg des Programms geschaffen. Jetzt geht es darum, die Potenziale vor Ort gezielt zu nutzen und nachhaltige Verbesserungen für Schülerinnen und Schüler zu erreichen. Die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.“

Das Programm entwickelt sich zunehmend zu einem tragfähigen Arbeits- und Umsetzungsrahmen, in dem Schulen gemeinsam mit Schulträgern und Bildungsverwaltung konkrete Lösungen erarbeiten. Dabei rücken insbesondere praxisnahe Ansätze in den Fokus, die direkt in den schulischen Alltag integriert werden können.

Auch die Zusammenarbeit mit den Schulträgern gewinnt weiter an Bedeutung. Ziel ist es, bestehende Herausforderungen lösungsorientiert anzugehen und verlässliche Rahmenbedingungen für die Umsetzung vor Ort zu schaffen.

Begleitet wurden die Prozesse in diesem Monat mit mehreren Netzwerktagungen. Der Fokus liegt nun klar darauf, Entwicklungsvorhaben in die Praxis zu bringen und die Wirkung des Programms für die Schülerinnen und Schüler spürbar werden zu lassen.

Hintergrund:

Ziel des Startchancen-Programms ist es, die Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen zu stärken und das Unterstützungssystem schulischer Bildung weiterzuentwickeln. Dabei sollen die rückläufige Kompetenzentwicklung von Schülerinnen und Schülern umgekehrt sowie der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg aufgebrochen werden.

Dazu investieren Bund und Länder über einen Zeitraum von zehn Jahren zusammen rund 20 Milliarden Euro – zielgerichtet in Schulen in räumlichen Lagen mit strukturell und soziodemografisch besonders herausfordernde Rahmenbedingungen.

In Sachsen-Anhalt wird das Programm vom Bildungsministerium in enger Kooperation mit dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung sowie dem Landesschulamt koordiniert.

Verteilt über alle Landkreise und kreisfreien Städten sind insgesamt 97 Schulen verschiedener Schulformen für das Startchancen-Programm vorgesehen.

Die Schulauswahl erfolgte wissenschaftsgeleitet entlang von Indikatoren mit Fokus auf die Benachteiligungsdimensionen Armut und Migration sowie die Orientierung auf die Zielsetzungen des Startchancen-Programms.

Weiterführende Programm-Informationen für Schulen, Schulträger, Personengruppen aus dem Unterstützungssystem und Kooperationspartner sind auf dem Landesbildungsserver hinterlegt.

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Text/Foto: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt