Die unter US-Vermittlung stehenden FriedensgesprĂ€che zwischen der Ukraine und â Russland in Genf sind am Mittwoch nach zwei Tagen ohne Aussicht auf einen Durchbruch zu Ende gegangen. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Verhandlungen als „schwierig“ und warf der FĂŒhrung in Moskau eine Hinhaltetaktik vor, rĂ€umte aber zugleich Fortschritte ein. „Wir sehen, dass Fortschritte erzielt wurden, aber im Moment liegen die Positionen auseinander“, teilte Selenskyj Reportern kurz nach Abschluss der Runde in einer WhatsApp-Nachricht mit.
Der Leiter der ukrainischen Delegation, Rustem Umerow, nannte den zweiten Verhandlungstag „intensiv und substanziell“. Man arbeite an Entscheidungen, die den jeweiligen PrĂ€sidenten vorgelegt werden könnten. Der russische ChefunterhĂ€ndler Wladimir Medinski kĂŒndigte an, dass bald weitere GesprĂ€che geplant seien, nannte jedoch kein Datum. Zuvor hatte Selenskyj erklĂ€rt, Russland versuche, Verhandlungen in die LĂ€nge zu ziehen, die bereits die Endphase hĂ€tten erreichen können. âDie Regierung in Kiew wirft Russland regelmĂ€Ăig vor, nicht ernsthaft an einer Lösung interessiert zu sein, auch weil die russische Armee ihre Angriffe auf das ukrainische Energiesystem und an der Front fortsetzt.
„NICHT FAIR“
Die GesprĂ€che in der Schweiz wurden von wachsendem Druck aus Washington auf die Ukraine begleitet. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte die Regierung in Kiew in den vergangenen Tagen mehrfach aufgefordert, Schritte fĂŒr einen Erfolg der Verhandlungen zu unternehmen. In einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der US-Webseite Axios bezeichnete Selenskyj es als „nicht fair“, dass Trump öffentlich die Ukraine und nicht Russland zu ZugestĂ€ndnissen drĂ€nge. Trump hatte am Montag erklĂ€rt, die Ukraine solle „besser schnell an den Tisch kommen“. Selenskyj Ă€uĂerte die Hoffnung, dies sei nur Taktik und keine endgĂŒltige Entscheidung der US-Regierung.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 19. Februar 2026
