Mit tiefer Anteilnahme hat Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra (Foto) vom Tod des renommierten Wissenschaftlers Prof. Dr. Erhard Hirsch erfahren. In einem Kondolenzschreiben an die Angehörigen würdigte der Kulturminister den Verstorbenen als einen der prägenden Wegbereiter des Gartenreichs Dessau-Wörlitz auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe.
„Erhard Hirsch hat mit seinem wissenschaftlichen Lebenswerk das Verständnis für das Gartenreich Dessau-Wörlitz national wie international entscheidend vertieft. Seine Forschungen haben die kulturelle Bedeutung dieser einzigartigen Landschaft sichtbar gemacht und maßgeblich dazu beigetragen, dass sie heute als Welterbe anerkannt ist“, erklärte Robra. Hirsch habe über Jahrzehnte hinweg mit großer Beharrlichkeit, wissenschaftlicher Tiefe und persönlicher Leidenschaft gewirkt, auch unter schwierigen Rahmenbedingungen.
Als Altphilologe, Germanist und Kulturhistoriker verband Hirsch die Erforschung von Gartenkunst, Architektur, Aufklärung und Landesgeschichte zu einem umfassenden Blick auf das Reformwerk des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau. Seine zahlreichen Publikationen und Quelleneditionen gelten bis heute als grundlegende Referenzen der Gartenreichforschung. Darüber hinaus engagierte er sich früh institutionell für die Erforschung und Vermittlung des Gartenreichs und prägte Generationen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als Mentor und Diskussionspartner.
Erhard Hirsch war Mitglied der Historischen Kommission des Landes Sachsen-Anhalt und Ehrenbürger der Stadt Dessau-Roßlau. Für seine herausragenden Verdienste um Wissenschaft und Kultur wurde er 2001 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Prof. Dr. Erhard Hirsch ist am 14. Januar 2026 in Halle (Saale) im Alter von 97 Jahren verstorben.
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Text/Foto: Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt am 21. Januar 2026
