Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra hat sich heute mit rund 70 Vertreterinnen und Vertreter der Kultur aus Sachsen-Anhalt getroffen. Im Mittelpunkt des Austauschs in der Staatskanzlei standen die kulturpolitischen Entwicklungen der vergangenen fünf Jahre sowie die Herausforderungen und Perspektiven für die Zukunft des Kulturlandes Sachsen-Anhalt.
„Kultur prägt Identität, schafft gesellschaftlichen Zusammenhalt und stärkt die Attraktivität Sachsen-Anhalts. Die Landesregierung hat in den vergangenen fünf Jahren konsequent daran gearbeitet, die Sichtbarkeit der Kultur zu erhöhen, Förderstrukturen weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit über Ressortgrenzen hinweg zu stärken“, erklärte Robra.
Die Kulturpolitik der vergangenen Legislaturperiode setzte gleichermaßen auf die Stärkung bedeutender Kulturinstitutionen wie auf die Förderung kultureller Angebote in der Fläche. Investitionen in Welterbestätten, Stiftungen, Theater und Industriekultur wurden ebenso ermöglicht wie zahlreiche Projekte der Soziokultur, Heimatpflege und kulturellen Bildung. Durch die Kofinanzierung konnten zudem erhebliche Bundesmittel für Kulturvorhaben nach Sachsen-Anhalt geholt werden, darunter der Masterplan für das Gartenreich Dessau-Wörlitz).
Der Kulturhaushalt des Landes wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Während 2017 noch rund 125 Millionen Euro für Kultur zur Verfügung standen, umfasst der Kulturhaushalt 2026 rund 193 Millionen Euro. Mit dem Höchststand von über 212 Millionen Euro im Jahr 2024 konnte das Land seine Investitionen in Kultur gegenüber dem Beginn der Entwicklung um mehr als die Hälfte steigern und damit ein starkes Signal für die Bedeutung der Kultur setzen.
Auch die Folgen der Corona-Pandemie wurden erfolgreich bewältigt. Unterstützungsprogramme für Kulturschaffende, Investitionen in Digitalisierung sowie die Rückkehr des Publikums in Theater, Museen und Konzerthäuser zeigen die gewachsene Resilienz und Zukunftsfähigkeit der Kulturlandschaft des Landes.
Mit Blick auf die Zukunft verwies Robra auf das kürzlich verabschiedete Kulturfördergesetz. Es bündelt zentrale kulturelle Regelungen, stärkt bestehende Förderstrukturen und legt Ziele, Verfahren sowie Grundsätze fest. „Mit dem Kulturfördergesetz bekräftigen wir die herausragende Bedeutung der Kultur für unsere Demokratie und unser gesellschaftliches Miteinander. Kultur ist kein Luxus, sondern Fundament einer freien und offenen Gesellschaft“, sagte Robra.
Robra stellte den Anwesenden auch den Kulturförderbericht 2021–2026 vor, mit dem die kulturpolitische Entwicklung noch einmal umfassend dokumentiert wird.
Der Kulturförderbericht steht online zur Verfügung: https://kultur.sachsen-anhalt.de/ministerium/publikationen-reden
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Quelle: Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt am 11. Juni 2026
Foto: Rainer Robra © Victoria Kühne
