Mindestens 23 Tote und über hundert Verletzte: Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht zum Dienstag die Ukraine mit massiven Drohnen- und Raketenangriffen überzogen und vor allem die Hauptstadt Kiew sowie die Großstadt Dnipro ins Visier genommen. In Dnipro starben nach Behördenangaben 16 Menschen, in Kiew sieben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte derweil am Dienstagabend vor einem erneuten russischen Großangriff. Derweil zeigte eine AFP-Analyse, dass Russland im Mai den zweiten Monat in Folge unter dem Strich Gebietsverluste verzeichnete.
Bei den nächtlichen russischen Attacken kamen allein in Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko sechs Menschen ums Leben, 66 weitere wurden dort verletzt. In Dnipro im Osten des Landes waren Behörden zufolge unter den mindestens 16 Todesopfern zwei Kinder. Dort war ein vierstöckiges Wohngebäude nach Beschuss eingestürzt.
„Es war ein brutaler Angriff“, sagte Präsident Selenskyj in seiner täglichen Znsprache am Dienstagabend. Bei dem nächtlichen Angriff seien insgesamt 130 Menschen verletzt worden.
Zugleich warnte Selenskyj vor einem erneuten russischen Großangriff, der schon in der kommenden Nacht bevorstehen könnte. Dies könnte verheerende Folgen haben: „Leider erlaubt uns der derzeitige Stand unserer Luftabwehrvorräte nicht, einen nennenswerten Teil der Raketen abzuschießen“, erklärte Selenskyj – und forderte weitere Unterstützung der ukrainischen Verbündeten. „Alle Partner gemeinsam, alle in Europa, müssen weiter daran arbeiten, dass wir Raketen für unsere Luftabwehr erhalten.“
Die ukrainische Luftwaffe erklärte, Russland habe mit 656 Drohnen und 73 Raketen angegriffen. 602 Drohnen und 40 Raketen seien abgefangen worden. Bei den nächtlichen Angriffen habe die russische Armee auch ballistische Raketen eingesetzt, erklärte die Militärverwaltung von Kiew.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 03. Juni 2026
