Französische Größen mit Orgelpreisträgerin Linda Sitkova heute im Magdeburger Dom

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Magdeburg. Heute am Sonntag, dem 28. Juni um 16 Uhr werden französische Melodien von Louis Vierne über Bedrich Antonin Wiedermann bis hin zu Charles-Marie Widor, gespielt durch die Prager Organistin Linda Sitkova, in der Orgelpunktreihe im Magdeburger Dom erklingen.

Die französische Orgelschule ist weltweit berühmt und anerkannt, sie wurde besonders durch den Komponisten und Organisten Charles-Marie Widor geprägt, der zehn Sinfonien für die  Königin der Instrumente schrieb und Maßstäbe für die Kultur des Orgelspiels setzte.

Louis Vierne schrieb mit seiner 37 jährigen Tätigkeit an der berühmten Kathedrale Notre Dame Geschichte und schuf viele Werke der Spätromantik sowie auch sein tschechischer Kollege Bedrich Antonin Wiedermann, der ein sehr vielseitiges Oeuvre hinterließ.  

Der Eintritt ist frei!

Vita Linda Sitkova

MgA. Linda Sítková Ph.D. ist eine der führenden zeitgenössischen tschechischen  Orgelinterpreten. Sie nimmt an Konzerten in Böhmen und im Ausland teil und widmet sich  dem Unterricht und der Liturgiebegleitung. Sie ist Organistin der Pfarrgemeinden Sankt Johannes Nepomuk am Felsen (Sv. Jan na Skalce) in der Prager Neustadt und im Sankt  Salvator in Prag 1.

Nach dem Abitur trat sie 1999 am Prager Konservatorium der Orgelklasse von Professor Jan    Hora bei. Sie studierte von 2003 bis 2008, weiterhin unter seiner Leitung, an der Akademie  der musischen Künste (AMU) in Prag. Von 2004 bis Februar 2009 war sie Hörerin an der    renommierten Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart bei dem   hervorragenden norwegischen Organisten und Musiklehrer Prof. Jon Laukvik. Ab 2010 lernte    sie in Stuttgart bei Prof. Laukvik in der Solistenklasse und schloss das Studium 2012   erfolgreich ab. Im Jahre 2013 wurde sie Ph.D. an der AMU in Prag, in der Promotionsklasse   von Prof. Jan Hora. (Thema der Dissertation war „Die Orgel in der instrumentalen    Kammermusik in tschechischen Werken nach 1945”).

Sie nahm seither aktiv an Meisterkursen bei führenden Pädagogen und Interpreten der Orgelliteratur teil (Ewald Kooiman, Ludger Lohmann, Martin Sander, Harald Vogel, Almut  Rössler, Thierry Mechler ua).

Linda Sítková ist erfolgreiche Laureatin vieler in- und ausländischer Wettbewerbe. Sie ist  Preisträgerin des Internationalen Orgelwettbewerbs Opava 2000 und gewann den Preis des  Tschechischen Musikfonds für die beste Vorführung zeitgenössischer Komposition. Sie erhielt     auch den 3. Preis des Voříšek Wettbewerbs in Vamberk (2001), den 3. Preis beim  Internationalen Orgelwettbewerb in Brünn (2002) sowie den 3. Preis des J. P. Sweelinck  Internationalen Orgelwettbewerbs in Danzig (2003) und wurde 2004 absolute Gewinnerin des Internationalen Förderpreises in Mülheim a. d. Ruhr. 2005 errang sie beim Internationalen Bachwettbewerb in Wiesbaden den 2. Preis. Sie erhielt auch 2006 die Ehrenauszeichnung in der Endrunde des Wettbewerbs des Prager Frühlings. 2007 gewann sie den Jean Langlais Preis  beim Internationalen Orgelwettbewerb in St. Albans (England). Im Jahre 2009 war sie     schließlich, als einzige tschechische Teilnehmerin des Wettbewerbs seit 1963, Trägerin des 2. Preises für Interpretation. 

Zur Zeit tritt sie regelmäßig in der Tschechischen Republik sowie im Ausland auf, zum   Beispiel beim Internationalen Orgelfestival in Chartres (Frankreich), Birmingham (England), Edinburg (Schottland) und dem Bach-Collegium Prag und anderen Symphonie- und Kammerensembles.

Sie arbeitet gleichzeitig auch intensiv mit führenden tschechischen Solisten (Lucie     Hilscherová - Mezzosopran, Roman Janál - Bariton, Jan Verner - Trompete, Marie Fuxová - Geige, Magdalena Mašláňová - Geige, Jan Adamus - Oboe) und anderen.

Neben ihren Konzertauftritten engagiert sie sich auch im privatem Unterricht, und das sowohl auf Tschechisch als auch auf Deutsch und auf Englisch.

Foto (c) Linda Sitkova