Zum 24. Mal findet die Fête de la musique in Sachsen-Anhalt statt. Zehn Städte nehmen daran teil. Neben zahlreichen Auftritten lokalen Musikerinnen und Musikern treten drei französischen Bands aus Centre-Val de Loire, die Partnerregion Sachsen-Anhalt, auf.
Das Netzwerk Fête de la musique und das Institut français Sachsen-Anhalt stellen die Fête dieses Jahr unter einem besonderen Fokus. Unter dem Motto „Bühne frei für mehr Frauen“ setzt die Fête de la Musique ein Zeichen für eine offene, vielfältige und europäische Musiklandschaft und für mehr Sichtbarkeit von Frauen auf und hinter der Bühne.
Neun Städten aus dem Netzwerk Fête de la musique veranstalten Konzerte und Musikangebote: Aschersleben, Blankenburg, Köthen, Halle (Saale), Magdeburg, Naumburg, Quedlinburg, Salzwedel und Sangerhausen. Dazu gibt es eine Premiere: Zeitz, die noch nicht zum Netzwerk gehört, veranstaltet ihre erste Fête.
Das Institut français führt seine Zusammenarbeit mit dem Zentrum für aktuelle Musik der Region Centre-Val de Loire fort. Drei Gruppen, bei denen Frauen im Vordergrund sind, werden in sechs Orten in Sachsen-Anhalt auftreten. LEONARD ist in Salzwedel und Magdeburg zu hören, Back and Forth in Sangerhausen und Aschersleben sowie Jane et les autres in Quedlinburg und in einem besonderen Rahmen in Blankenburg.
Denn dieses Jahr gibt es eine Fortsetzung der Fête de la Musique am 22. Juni 2026 in der Europasekundarschule „August Bebel“ Blankenburg (Harz). In Kooperation mit der Musikakademie Sachsen-Anhalt / Kloster Michaelstein findet in der Schule ein Konzert statt, das den europäischen und pädagogischen Charakter des Projekts besonders sichtbar macht.
Der Auftritt der drei französischen Bands wird finanziell vom Institut français Sachsen-Anhalt mit der Unterstützung der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur ermöglicht.
Hintergrundinformationen zur Fête de la musique
Die Fête de la Musique wurde 1982 vom französischen Kulturministerium mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Franzosen, die ein Musikinstrument spielen, auf die Straße zu bringen. Sie findet jährlich am 21. Juni vor allem abends und nachts bis zum nächsten Morgen statt.
Die Idee eines Datums, an dem die Musik gefeiert wird, soll teilweise von dem Lautenisten und ehemaligen Assistenten des Direktors des Radios France Musique, Joël Cohen, stammen. Er stellte sich 1976 „Saturnalien der Musik“ vor, die am 21. Juni und 21. Dezember stattfinden sollten. Einige Jahre später, 1981, wurde Maurice Fleuret, ein ehemaliger Mitarbeiter von France Musique, zum Direktor für Musik und Tanz im Kulturministerium ernannt.
1982 ergab eine große Umfrage, dass fünf Millionen Franzosen ein Musikinstrument spielen. Jack Lang, damaliger Minister für Kultur, sowie Maurice Fleuret und Christian Dupavillon, beide Mitglieder des Ministerkabinetts und Bühnenbildner, erkannten die Bedeutung der Musik für die Franzosen. Sie riefen die erste Ausgabe der Fête de la musique ins Leben. Dank der Teilnahme und des Engagements Tausender professioneller Musiker und Amateure wurde die Veranstaltung zu einem großen Erfolg. Das Datum der Fête de la musique ist seitdem in den Köpfen jedes französischen Bürgers als unumgänglicher Termin verankert und wird mittlerweile auf der ganzen Welt gefeiert.
Das Netzwerk Fête de la musique Sachsen-Anhalt
Das Netzwerk Fête de la musique Sachsen-Anhalt vereint zehn Städte (Aschersleben, Blankenburg, Burg, Köthen, Halle (Saale), Magdeburg, Naumburg, Quedlinburg, Salzwedel und Sangerhausen) aus Sachsen-Anhalt, die sich der Aufgabe verschrieben haben, die Fête de la musique gemeinsam zu organisieren und den Menschen näher zu bringen. Das Institut français engagiert sich, das Netzwerk auf sachsen-anhaltischer Ebene zu stärken und begrüßt gern neue Städte, die sich dem Netzwerk anschließen möchten. Es ist Teil der Initiative Musikland Sachsen-Anhalt und gehört zum bundesweiten Netzwerk Fête de la musique Deutschland. Dieses wurde in den Deutschen Musikrat aufgenommen. Mehr Infos unter: www.fete-sachsen-anhalt.de
Über das Institut français Sachsen-Anhalt
Das Institut français Sachsen-Anhalt ist Teil des bundesweiten Netzwerks des Institut français Deutschland (IFA), das der Französischen Botschaft in Berlin angegliedert und für die Umsetzung der auswärtigen Kulturpolitik Frankreichs in Deutschland zuständig ist. Seine Hauptaufgaben sind die Förderung und Vermittlung der französischen Sprache und Kultur. Es besteht aus einem Netzwerk von 11 Instituts français an 14 verschiedenen Orten. Die Aktivitäten des Institut français Deutschland erstrecken sich auf vier Bereiche – künstlerisches Schaffen, Ideen und Debatte, Innovationen und die französische Sprache. Mehr Infos unter: www.institutfrancais.de/de/sachsen-anhalt
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Quelle: Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt
Foto: Von Klassik, Folk, Hip-Hop oder Pop bis hin zu Jazz, Indie, Rock, Chor- oder spontaner Straßenmusik: Am 21. Juni feiert Magdeburg wieder die Vielfalt der Musik. (c) Christin Küster
