Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin ehrt Assistenzarzt aus Magdeburg

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Großes Interesse auf Kongress: Kardiologe erhält Stipendium für seine Arbeit an Handballer-Herzen

Magdeburg. Leistungshandball ist ein Sport mit vielen kurzen, sehr anstrengenden Belastungen. Herz und Muskeln arbeiten vor allem mit, aber kurzzeitig auch mal ohne Sauerstoff; vor allem dann, wenn es zu einer Überlastung im Körper kommt und die Muskeln übersäuern. Dabei kann sich das Herz der Spieler verändern. Nun gilt es für die Medizin, diese an sich unkritische Veränderung von einem tatsächlich krankhaften Befund zu unterscheiden. Im Rahmen einer Studie wurde dies u.a. von Assistenzarzt Muhammed Fazil Kottilingal Farook im Klinikum Magdeburg ermittelt, der für seine Arbeit von der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) ein Reise-Stipendium (250 Euro) erhalten hat.

Präsentiert hatte Hr. Kottilingal sein Abstract auf dem Kongress der DGIM in Wiesbaden. „Seine Vorstellung war sehr gut besucht, er musste viele Fragen der Vorsitzenden der Session, von Internisten und Sportmedizinern beantworten und wurde zur unbedingten Weiterführung der wissenschaftlichen Untersuchung angehalten“, fasst Prof. Dr. Hendrik Schmidt, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Diabetologie im Klinikum Magdeburg, den Vortrag seines Kollegen zusammen.

Das Projekt wurde gemeinsam in den Kliniken für Orthopädie (Prof. Dr. Jörg Franke) und Kardiologie/Diabetologie (Prof. Dr. Hendrik Schmidt) initiiert und untersuchte 16 Profi-Handballer. Neben einer Untersuchung per EKG und Spiroergometrie gab es für die Athleten auch eine Messung der Herzratenvariabilität, also der Bestimmung der feinen, millisekundengenauen Zeitabstände zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen.

Im Ergebnis stellte man fest, dass die Handballspieler ein typisches „Sportlerherz“ haben. Ihr Herzmuskel ist stärker, sie können viel Sauerstoff aufnehmen. Auch schlägt ihr Herz ruhiger, wenn sie entspannt sind. Die Mediziner könnten jedoch keinen klaren Zusammenhang zwischen der Stärke des Herzens, seiner Funktion und der Leistungsfähigkeit der Spieler feststellen. Eine spätere Untersuchung soll zeigen, wie sich das Herz durch Training und Alter verändert.

Text/Foto: Klinikum Magdeburg