Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt (LKA) unterstützte heute die Polizei des Landes Niedersachsen bei Durchsuchungsmaßnahmen in Zusammenhang mit Verstößen gegen das Konsumcannabisgesetz (KCanG). Die Zentrale Kriminalinspektion Göttingen ermittelt bereits seit 2025 wegen selbiger Verstöße und setzt heute in den Bundesländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Hannover, einen Durchsuchungsbeschluss um.
Der Verdacht richtete sich hierbei auch gegen drei Beschuldigte aus Sachsen-Anhalt. Ein Schwerpunkt der Einsatzmaßnahmen lag hierbei in Sachsen-Anhalt. Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt war mit einem Großaufgebot der Landespolizei und Unterstützung des THW an insgesamt 9 Objekten im Einsatz. Die niedersächsischen Ermittlerinnen und Ermittler konnten in ihrem Verfahren Erkenntnisse verdichten, die auf mehrere Groß-Indoor-Plantagen hinwiesen. Neben den Objekten wurden auch mehrere Wohnungen und Geschäftsräume der Tatverdächtigen durchsucht, um Beweismittel sicherzustellen.
Der Pressesprecher des LKA Sachsen-Anhalt:
„Die Einführung des Konsumcannabisgesetzes hat zwar den Umgang mit Cannabis gelockert. Der unerlaubte Anbau von Cannabis bleibt dennoch strafbar und kann empfindliche Freiheitsstrafen nach sich ziehen. Er wird auch weiterhin konsequent von der Polizei verfolgt. Die Sicherstellungsmengen für Cannabis waren 2025 in Sachsen-Anhalt mit ca. 687 kg auf dem höchsten Niveau seit 1992.“
Gegenüber dem Vorjahr 2024 ist ein Anstieg um 17 Prozent zu verzeichnen. Im Verhältnis zu 2023, dem Jahr vor der Teillegalisierung von Cannabis, entspricht dies sogar einem Anstieg von 177 Prozent (ca. 234 kg). Damit hat die Teillegalisierung die Drogenproblematik nicht gelöst, sondern eher verschärft. Allein in Sachsen-Anhalt wurden im vergangenen Jahr (2025) 12 illegale Indoor-Cannabis-Großanlagen ausgehoben. Auch dies stellt einen Rekord in den letzten Jahren dar.
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Quelle: Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt am 22. April 2026
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