Großkontrolle an der A2 – erstmalig in doppelter Ausführung

Veröffentlicht in: Blaulicht Sachsen-Anhalt | 0

14.04.2026, 12:00 – 02:00 Uhr, A2 in Fahrtrichtung Berlin auf dem Rasthof Marienborn

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit führte die Autobahnpolizei der Polizeiinspektion Magdeburg am Diensttag erstmals eine 2-Phasen-Kontrolle durch. Im ersten Teil der Kontrolle lag der Schwerpunkt auf dem Güter- und Personenverkehr. Im zweiten Teil stand die Fahrtüchtigkeit der Verkehrsteilnehmer im Mittelpunkt der Einsatzkräfte.

Lkw sind allein wegen ihrer Größe und des Gewichtes im besonderen Fokus der Autobahnpolizei. Technische Mängel, mangelhafte Ladungssicherung sowie Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz (Lenk- und Ruhezeiten) können erhebliche Auswirkungen haben und zu schwerwiegenden Verkehrsunfällen führen.

Alkohol- und Drogenkonsum, Übermüdung oder die Einnahme bestimmter Medikamente wirken sich unmittelbar auf die Fahrtüchtigkeit aus. Fahrzeugführer reagieren in solchen Fällen häufig verzögert, schätzen Gefahrensituationen falsch ein oder können ihr Fahrzeug nicht mehr ausreichend kontrollieren.

Aus diesem Grund wurden in dieser Komplexkontrolle beide Kernbereiche nacheinander ins Visier der Einsatzkräfte genommen. Ziel der Maßnahme ist es, die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen und schwere Verkehrsunfälle zu verhindern.

Unterstützt wurden die Polizeibeamtinnen und -beamten der Autobahnpolizei der Polizeiinspektion Magdeburg von Kollegen der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau, der Bereitschaftspolizei, des Landeskriminalamtes sowie Beamten der Autobahnpolizei aus Niedersachsen und Brandenburg. Darüber hinaus beteiligten sich der Zoll, das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM), die Bundeswehr sowie die Dekra an der Kontrolle.

Logistische Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte von der Autobahn GmbH sowie dem Technischen Hilfswerk.

Im Zeitraum von Dienstagmittag in die frühen Morgenstunden des heutigen Mittwochs wurden im Rahmen der stationären Verkehrskontrolle insgesamt 221 Fahrzeuge und 371 Personen überprüft. Dabei wurden 31 Ordnungswidrigkeiten- und 14 Strafverfahren geahndet bzw. eingeleitet.

Herausragende Sachverhalte:

  • Ein Kleintransporter war mit über 100% Überladen. Dass Fahrzeug wog 7.100 kg, statt der erlaubten 3.500 kg.
  • Ein Lkw war derart ungünstig beladen, dass er ein Gefälle von etwa 15% aufwies und eine deutliche Schieflage hatte.
  • Ein 49-jähriger Fahrzeugführer wurde vorläufig festgenommen, nachdem er den haftbefreienden Betrag im unteren fünfstelligen Bereich nicht vor Ort bezahlen konnte. Die Geldforderung resultierte aus zwei zuvor festgestellten Fällen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Gegen den Mann wurde zudem ein weiteres Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.
  • Ein 29-jähriger Fahrzeuginsasse führte statt der maximal erlaubten 25g über 800g Haschisch mit sich.

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Text/Foto: Polizeiinspektion Magdeburg Zentraler Verkehrs- und Autobahndienst am 15. April 2026