Magdeburg/LSA. „Wer Abstriche bei der Vergütung ärztlicher Leistungen macht, muss mit Abstrichen in der ambulanten Versorgung rechnen“, so das Fazit von Dr. Jörg Böhme (Foto), Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt nach dem Veröffentlichen des Ersten Berichts der FinanzKommission Gesundheit mit Empfehlungen zur Stabilisierung des Beitragssatzes zur Gesetzlichen Krankenversicherung ab 2027.
Schon jetzt erbringen die Vertragsärzte und Psychotherapeuten in Sachsen-Anhalt Leistungen in Höhe von 80 Millionen Euro im Jahr, die sie von den Krankenkassen nicht vergütet bekommen. „Sie leisten bereits ihren Beitrag und das seit Jahrzehnten“, betont Dr. Böhme. „Das zu ignorieren und weiter bei den Vergütungen zu streichen, gefährdet die flächendeckende Versorgung. Wenn die Ausgaben immer weiter steigen, aber die Einnahmen sinken, ist es eine Entwertung statt Wertschätzung der Arbeit von Vertragsärzten und Psychotherapeuten. Die Praxen werden gezwungen sein, Leistungen zu reduzieren, um wirtschaftlich zu bleiben. Das werden die Patienten spüren. Arztzeit und damit Termine werden noch knapper werden.“
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Quelle: Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt am 31. März 2026
Foto: KVSA-Vorstandsvorsitzender Dr. Jörg Böhme. © KVSA / Rayk Weber
