Während ukrainische Regierungsvertreter in Washington über ein Kriegsende verhandeln, attackiert Russland weiterhin gezielt die Energieinfrastruktur. In Kiew herrschen minus 17 Grad, Zehntausende sitzen ohne Strom und Heizung in ihren Wohnungen. Über tausend Wärmezelte hat die Stadt aufgestellt, die ukrainische Bahn stellt Wärmewaggons bereit.
WELT-Chefreporter Steffen Schwarzkopf berichtet aus Kiew von verzweifelten Szenen: Eine 65-jährige Frau mit Bronchitis harrt seit vier Tagen ohne Heizung aus. Drei Stunden Strom pro Tag – mehr gibt es am Stadtrand nicht. Der ukrainische Militärgeheimdienst warnt vor russischen Angriffen auf Umspannwerke der drei verbliebenen Kernkraftwerke. In 24 Stunden starben fünf Zivilisten, über 30 wurden verletzt. An der Front fallen täglich rund 1.500 Soldaten beider Seiten.
——
Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 19. Januar 2026
