GRÖNLAND: „Wie viele Weckrufe brauchen wir noch?“ Kiesewetter fordert Ende der US-Abhängigkeit

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Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sieht in Donald Trumps jüngsten Drohungen gegen Europa und seinen Grönland-Ambitionen eine ernste Gefahr für die transatlantischen Beziehungen. Im Interview warnt er vor einer bewussten Spaltungsstrategie der USA, die darauf abziele, NATO und EU zu schwächen. „Wir sind extrem abhängig von den Vereinigten Staaten – sicherheitspolitisch“, so Kiesewetter, doch Europa müsse endlich seine Sicherheit selbst organisieren.

Besonders kritisch: Zwei Drittel der NATO-Fähigkeiten werden von den USA gestellt. Der Unions-Politiker fordert eine deutsch-französisch-britisch-polnische Initiative und warnt vor übereilten Gegenzöllen. Stattdessen müsse Europa durch Bürokratieabbau und Reformen gestärkt werden. Mit Blick auf angekündigte Zölle ab Februar appelliert er an eine „Koalition der Entschlossenen“ innerhalb der EU – ohne auf Blockierer wie Ungarn oder die Slowakei zu warten.

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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 18. Januar 2026