Kaum losgeschwommen, könnte der Wal wieder festzusitzen. Der Weg aus dem Kirchsee ist teilweise sehr flach.
Rund zwei Stunden, nachdem der Buckelwal vor Poel bei steigenden Wasserständen losgeschwommen ist, stoppte er offenbar. Auf Livestreams ist zu sehen, wie das Tier nahe von Fahrwassertonnen zu liegen scheint. Die Begleitboote, die ihn zuvor Richtung offene Ostsee getrieben hatten, hielten zumeist Abstand.
Der Meeressäuger war am Morgen losgeschwommen. Er wechselte mehrfach die Richtung – mit Kirchdorf am Ende der Bucht auf der einen und dem Weg in die Ostsee auf der anderen Seite. Letztlich schwamm er geleitet von den Booten anhaltend in die richtige Richtung – bis zum Stopp am Ende der Kirchsee genannten Bucht.
Ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums sagte, nach seinem Wissen ist auch der Ausgang des Kirchsees teils sehr flach. Der Wal müsste demnach einen Bogen schwimmen, um gut herauszukommen. Das Fahrwasser sei etwa zweieinhalb bis drei Meter tief. Ansonsten sei die Bucht etwa zwischen 90 Zentimeter und 1,10 Meter tief. Deutlich tiefer ist seinen Angaben nach das Fahrwasser der sich anschließenden Wismarbucht. Dieses sei mindestens mehr als neun Meter tief. Durch die Wismarbucht müsste der Wal schwimmen, um in die Ostsee zu gelangen.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 20. April 2026
