WM 2026: „Und diese Szene zum Schluss!“ Reporter fällt nach DFB-Sieg gegen Elfenbeinküste etwas auf!

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Deniz Undav hat wieder zugeschlagen. Und das gleich doppelt. Mit seinen Toren schießt der Stuttgarter die DFB-Elf gegen die Elfenbeinküste in die K.o.-Runde der Fußball-WM.

Topjoker Deniz Undav hat die Fußball-Nationalmannschaft beim ersten echten WM-Härtetest zu einem hart erarbeiteten Sieg geschossen und damit vorzeitig das Ticket für die K.o.-Runde gelöst. Undav traf in der 68. Minute zum wichtigen Ausgleich – und in der späten Nachspielzeit (90.+4) sorgte er mit dem Siegtreffer zum 2:1 (0:1) gegen die Elfenbeinküste auch bei Bundestrainer Julian Nagelsmann für den frenetischen Siegjubel in Toronto.

Nach den Blamagen 2018 und 2022 erreichte die DFB-Elf erstmals seit dem Sommermärchen 2006 schon nach zwei Gruppenspielen die Alles-oder-Nichts-Phase. Wie bei dem Heimturnier vor 20 Jahren geht es wieder gegen Ecuador zum Abschluss der Gruppenphase nur noch um Platz eins. Der schien nach dem Rückstand schon verloren.

Elfter Sieg in Folge

Frank Kessié hatte WM-Rekordtorwart Manuel Neuer und die DFB-Auswahl vor 43.036 Zuschauern in Toronto mit seinem Tor in der 30. Minute geschockt. Nach großem Kampf und viel Einsatz, aber auch vielen Fehlern gegen die physisch enorm starken Ivorer gelang aber noch der elfte Sieg in Serie.

Das ausgerufene Zwischenziel ist auch nach dem Sieg der Emotionen weiterhin nicht ganz sicher. Platz eins und der damit verbundene beste Weg in die Alles-oder-Nichts-Spiele in Boston und Philadelphia kann nun aber schon mit einem Remis gegen Ecuador gesichert werden. Jetzt warten auf Nagelsmann also intensive Tage im WM-Camp in Winston-Salem, bevor am Donnerstag im Endspiel-Stadion von East Rutherford die Gruppenphase perfekt abgeschlossen werden soll.

Als Sorge nimmt der Bundestrainer eine Verletzung von Nico Schlotterbeck am linken Bein mit nach North Carolina. Der Dortmunder musste zur Halbzeit für Antonio Rüdiger ausgewechselt werden.

«Die Geschwindigkeit ist außergewöhnlich»

Sechs Tage nach dem 7:1-Knallstart in das XXL-Turnier gegen Sparringspartner Curaçao war von Beginn klar, dass der Afrikameister von 2024 ein ganz anderer WM-Prüfstein werden würde. Zwar starteten die elf von Nagelsmann wie beim Auftakt aufgebotenen Spieler um Reizfigur Leroy Sané dominant und selbstbewusst in die Partie. Aber der Respekt vor dem Tempo-Test gegen die Powerfußballer war allgegenwärtig.

«Was immer wieder außergewöhnlich ist, ist die Geschwindigkeit, die die mitbringen», hatte DFB-Sportdirektor Rudi Völler noch kurz vor dem Anpfiff gewarnt. Beim afrikanischen Führungstreffer am Ufer des Lake Ontario stellte das der Leipziger Turbo-Angreifer Yan Diomande nach Startproblemen bei seiner Vorarbeit eindrucksvoll unter Beweis.

Pavlovic jubelt – aber kein Tor

Im kleinsten der 16 WM-Stadien fehlte bei akustischem Heimvorteil zuvor nicht viel – und Nagelsmann hätte nur kurz nach seinem 1000-Tage-Jubiläum selbst über die frühere Führung jubeln können. Nach schöner Flanke von Kapitän Joshua Kimmich hätte Vizekapitän Kai Havertz fast per Kopf getroffen. Torhüter Yahia Fofana kratzte den Ball aber noch so gerade von der Linie. Auch die Distanzschüsse von Jamal Musiala (18.) und Felix Nmecha (21.) kamen dem Tor gefährlich nahe.

Eine Minute nach dem Nmecha-Versuch lag der Ball dann zum überschwänglichen Jubel der deutschen Delegation im gegnerischen Tor. Aleksandar Pavlovic war nach einer Kimmich-Flanke energisch zum Ball gesprungen – hatte aber nicht das Spielgerät, sondern nur Torhüter Fofana getroffen. Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez aus Paraguay wertete das als nicht regelkonform.

Diomande zündet den Turbo

Einen noch härteren Stimmungsdämpfer kassierte das deutsche WM-Ensemble gleich nach der ersten Trinkpause durch das 0:1. Diomande zündete den Turbo auf links, Kimmich konnte das Geschwindigkeitsdefizit nicht mit seiner sonstigen Klasse ausgleichen. Nach dem Querpass von Diomande rettete Nathaniel Brown beim ersten Schuss von Amad noch sensationell, beim zweiten Versuch von Kapitän Kessié waren er und Manuel Neuer im deutschen Tor am Ende einer Fehlerkette der deutschen Hintermannschaft machtlos.

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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 21. Juni 2026