Vorsicht „Schockanruf“ in Magdeburg / 87-Jährige Frau übergibt 25.000 Euro an Betrüger

Veröffentlicht in: Blaulicht Magdeburg | 0

Magdeburg. Am 26.03.2026 kam es in Magdeburg zu einem Betrugsdelikt zum Nachteil einer Seniorin. Ein bislang unbekannter Täter nahm telefonisch Kontakt zur Geschädigten auf und gab an, dass deren Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe. Im weiteren Verlauf wurde behauptet, dass zur Abwendung einer Inhaftierung eine Kaution in Höhe von 25.000 Euro erforderlich sei.

Während des laufenden Telefonats erschien ein weiterer Tatverdächtiger an der Wohnanschrift der Geschädigten. In der Folge übergab die 87-jährige Frau Bargeld in Höhe von ca. 25.000 Euro an den Mann. Das Bargeld befand sich zuvor in der Wohnung der Geschädigten. Die Ermittlungen dauern an.

Hinweis der Polizei:

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang eindringlich auf die Betrugsmasche hin: Die Täter geben sich am Telefon u.a. als Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Ärzte aus und schildern dramatische Notlagen, beispielsweise einen schweren Verkehrsunfall eines Angehörigen. Ziel ist es, die Angerufenen emotional unter Druck zu setzen und zur schnellen Übergabe von Bargeld oder Wertsachen zu bewegen.

So schützen Sie sich:

  • Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anrufen mit Forderungen nach Geld.
  • Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über Ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse.
  • Beenden Sie das Gespräch und kontaktieren Sie Ihre Angehörigen selbst unter bekannten Telefonnummern.
  • Die Polizei fordert niemals die Übergabe von Bargeld oder Wertsachen.
  • Ziehen Sie im Zweifel eine Vertrauensperson hinzu und verständigen Sie die Polizei.

Wichtig:

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. Die Polizei bittet insbesondere ältere Menschen sowie deren Angehörige, über diese Betrugsform zu sprechen und sich gegenseitig zu sensibilisieren.

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Text/Symbolfoto: Polizeirevier Magdeburg am 28. März 2026