UKRAINE-KRIEG: „Fleischwolf-Angriffe, nur die Wenigsten kamen zurück“ – Ukrainischer Deserteur

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Seit Kriegsbeginn sollen bereits Zehntausende ukrainische Soldaten desertiert sein. WELT-Reporter Ibrahim Naber hat einen von ihnen getroffen. Dieser sagt: „Sowohl körperlich als auch mental konnte ich einfach nicht mehr.“

Immer mehr ukrainische Soldaten verlassen ihre Einheiten. Zehntausende sollen bereits desertiert sein. Im Transkript wird schlechte Ausrüstung genannt, dazu Probleme in der Führung, Angst vor russischer Gefangenschaft und Sorge um das eigene Leben. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat das Problem öffentlich angesprochen. WELT-Chefreporter Ibrahim Naber sprach mit zwei Männern, die ihre Armee verlassen haben und anonym berichten.

Sascha meldete sich freiwillig zum Militär. Anfang 2023 wurde er bei den schweren Kämpfen um Bachmut eingesetzt. Ihm war eine andere Rolle versprochen worden. Stattdessen kam er in eine Sturmtruppe. Er berichtet von Angriffen auf Waldstreifen, hohen Verlusten und ständig ersetzten Soldaten. Bei einem Einsatz trafen ihn viele kleine Splitter an den Beinen. Nach der Verwundung erwartete er, aus der Sturmtruppe genommen zu werden. Stattdessen bekam er ein Schmerzmittel und sollte weitermachen. Sascha sagt, er habe sich ausgenutzt, missverstanden und leer gefühlt. Eines Abends lief er aus der Kaserne weg. Seitdem lebt er untergetaucht irgendwo in der Ukraine.

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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 25. Mai 2026