UKRAINE-KRIEG: „Es wird immer schwieriger für Russland“ – Ischinger fordert Druck aus Washington

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Wolfgang Ischinger, ehemaliger Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz und ehemaliger deutscher Botschafter in den USA und Großbritannien, erwartet vom NATO-Gipfel in Ankara ein Signal der Geschlossenheit. Die NATO existiere, sie lebe und werde ihrer Funktion gerecht, sagte Ischinger. Zugleich forderte er klare Signale an Moskau. Die USA müssten ihre Zurückhaltung bei Waffenlieferungen sowie militärischer und finanzieller Unterstützung für die Ukraine beenden. Amerikanische Waffen für die Ukraine nur gegen Bezahlung durch Europäer nannte Ischinger das falsche Signal an Moskau. Wichtig seien schnelle Lieferungen von Patriot-Raketen.

Eine Lizenzproduktion in der Ukraine dauere viele Monate und sei nicht mit Brötchenbacken vergleichbar. Polen habe mit der Lieferung von Patriot-Systemen richtig gehandelt. Auch Dänemark habe früh auf die Bedürfnisse der Ukraine verwiesen. Ischinger sagte, Wladimir Putin müsse erkennen, dass der weitere Einsatz russischer Militärmacht nichts mehr bringe. Die Ukraine mache im Augenblick Geländegewinne. Für Verhandlungen brauche es aus seiner Sicht mehr amerikanischen Druck. Bei höheren Verteidigungsausgaben in Europa dürfe nicht alles Geld in den USA landen.

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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 06. Juli 2026