Halle (ots) – Der Schweizer Klinikkonzern Ameos kassierte nach Ansicht der AOK Sachsen-Anhalt Geld für Leistungen, die er nicht ausreichend belegt. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochausgabe). Konkret geht es um das Klinikum Halberstadt (Landkreis Harz), das 2020 aus Sicht der AOK Pflegekosten in Höhe von 2,9 Millionen Euro unberechtigt erhalten habe.
Die strittige Summe könnte sich noch deutlich erhöhen. „Da es sich um ein Musterverfahren für weitere Jahre und andere Ameos-Kliniken handelt, könnte sich die finanzielle Dimension auf einen zweistelligen Millionenbetrag summieren“, hieß es am Dienstag in einem gemeinsamen Statement der gesetzlichen Krankenkassen in Sachsen-Anhalt. Dem Statement zufolge ist Ameos der einzige Klinikträger in Sachsen-Anhalt, mit dem es Streit um die Pflegebudgets gibt.
Ameos bestreitet, dass es an Belegen fehle. „Alle entsprechenden gesetzlichen Nachweise wurden von Ameos für alle Jahre und Einrichtungen vollumfänglich erbracht“, sagte Unternehmenssprecherin Erken Schröder der Zeitung. Seit Jahren streitet sich Ameos auch mit dem Salzlandkreis um Millionensummen.
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Quelle: Mitteldeutsche Zeitung am 01. Juli 2026
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