Mit „wieviele Tage“ liefert fiora einen stillen, aber eindringlichen Song über die gefährlich bequeme Illusion von „später“. Was ist schon ein Tag? Einer, den man leicht wegschiebt – weil ja scheinbar noch genug Zeit bleibt. Doch genau da setzt „wieviele Tage“ an: bei dem leisen Unbehagen, dass einem die Zeit durch die Finger rinnt, während man sein eigentliches Leben auf irgendwann vertagt.
Der Track kreist um eine Frage, die weh tut, weil sie so einfach ist: Wenn man die verbleibenden Tage wirklich zählen könnte – warum will man es lieber nicht wissen? Zwischen Nachdenken und Dringlichkeit entsteht ein Song, der nicht laut sein muss, um zu treffen. „wieviele Tage“ hält uns den Spiegel hin: Was wäre, wenn es mir egal wäre, was andere denken? Wenn ich vor nichts mehr Angst hätte – was würde ich tun?
„wieviele Tage“ ist eine Einladung, genauer hinzuhören – und sich weniger Zeit zu lassen.
Text/Foto: Universal Music
