Bilanz europaweiter Geschwindigkeitskontrollwochen: Fast 5000 Fahrzeuge zu schnell unterwegs

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Die Landespolizei Sachsen-Anhalt hat auch in diesem Jahr wieder an der ROADPOL Geschwindigkeitskontrollwoche teilgenommen. Im Zeitraum vom 13. bis 19. April 2026 waren insgesamt 1.179 Polizeibeamtinnen und ‑beamte im Einsatz und überprüften die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von Fahrzeugen.

Insgesamt wurden 4.978 Fahrzeugführinnen und Fahrzeugführer mit einer überhöhten Geschwindigkeit festgestellt. Allein am 15. April, dem Tag des sogenannten „Speed-Marathon“, an welchem die Kontrollintensität nochmals erhöht wurde, registrierten die Einsatzkräfte 1.417 Geschwindigkeitsverstöße.

Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Die Ergebnisse der Kontrollwoche zeigen, dass zu viele Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs sind. Dadurch gefährden sie sich selbst und andere. Geschwindigkeitsbeschränkungen dienen der Sicherheit im Straßenverkehr. Die Landespolizei wird auch in Zukunft Geschwindigkeitsverstöße ahnden und die Bürgerinnen und Bürger für ein rücksichtsvolles Verhalten im Verkehr sensibilisieren.“

Die höchsten Geschwindigkeitsübertretungen innerorts meldeten die Polizeiinspektionen Magdeburg und Halle (Saale). Bei erlaubten 50 km/h wurden zwei PKW-Führer mit 100 km/h sowie ein LKW-Fahrer mit 85 km/h gemessen. Diese Verstöße können mit Bußgeldern von mindestens 400 Euro zuzüglich Gebühren, zwei Punkten in Flensburg sowie mindestens einem Monat Fahrverbot geahndet werden.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Halle (Saale) wurden an der Kontrollstelle auf der B 91 die Hälfte der kontrollierten Fahrzeuge beanstandet. Neben zwölf Anzeigen wegen überhöhter Geschwindigkeit stellten die Beamten einen Fahrzeugführer fest, welcher ohne die erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs war. Auch im Bereich der gewerblichen Güterbeförderung wurden die Beamten tätig. Mehrere Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz (beispielsweise die Nichteinhaltung von Lenk- und Ruhezeiten) und das Güterkraftverkehrsgesetz (unter anderem das Nichtmitführen erforderlicher Begleitpapiere) wurden zur Anzeige gebracht. 

Hintergrund:

Das Netzwerk ROADPOL e. V. ist aus dem Zusammenschluss der Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union hervorgegangen. Es verfolgt das Ziel, die Sicherheit auf europäischen Straßen zu verbessern und plant hierzu jedes Jahr europaweite Verkehrsüberwachungsaktionen. Die Polizei Sachsen-Anhalt beteiligt sich in diesem Jahr wieder umfangreich an den Aktionen – so auch an der nächsten länderübergreifenden Kontrollwoche „Truck & Bus II“ vom 4. bis 10. Mai 2026.

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Quelle: Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt am 25. April 2026

Symbolfoto/pixabay