Bathurst 12 Hour: Mercedes-AMG gewinnt IGTC-Auftaktrennen 2026

Veröffentlicht in: Motorsport | 0
  • Mercedes-AMG Motorsport ist erfolgreich in die Intercontinental GT Challenge (IGTC) gestartet. Bei der 23. Auflage der Meguiar’s Bathurst 12 Hour sicherte sich die #888 des Mercedes-AMG Team GMR in einer packenden Schlussphase den Gesamtsieg.
  • Mercedes-AMG Team GMR siegt von Startplatz 29 und schreibt damit Geschichte: Noch nie zuvor konnte der Langstreckenklassiker von einem solchen Startplatz aus gewonnen werden.
  • Für Maro Engel (GER), Mikaël Grenier (CAN) und Maxime Martin (BEL) ist es jeweils der erste Sieg auf dem Mount Panorama Circuit, für Mercedes-AMG ist es nach 2013, 2022 und 2023 der insgesamt vierte Erfolg bei dem Langstreckenklassiker.
  • Für Maxime Martin ist es der erste Sieg als Mercedes-AMG Performance-Fahrer – er fährt seit 2025 für die Marke.
  • In der Pro Am-Klasse siegt der Mercedes-AMG #45 des Kundensportteams RAM Motorsport/GWR Australia. Brett Hobson (AUS), Dylan O’Keeffe (AUS) und Garth Walden (AUS) setzten sich bereits früh an die Spitze des Pro Am-Feldes und machten nach 262 Runden den souveränen Klassensieg perfekt.
  • 3:40 Stunden vor Ablauf der Renndistanz kollidierte der in Führung liegende Ralf Aron (EST) in der #77 des Mercedes-AMG Team Craft-Bamboo Racing im Streckenabschnitt „Forrest’s Elbow“ schwer mit einem anderen Fahrzeug, das hinter einer nicht einsehbaren Rechtskurve stand. Der Este konnte sein Fahrzeug selbstständig verlassen; er wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er eingehend medizinisch untersucht wird. Das Rennen wurde für knapp eine Stunde mit roter Flagge unterbrochen.
  • Kurz nach Anbruch der letzten Rennstunde kam es zu einem Kontakt zwischen der #6 des Mercedes-AMG Team Tigani Motorsport und der #222 des Kundensportteams Scott Taylor Motorsport. Beide Fahrzeuge konnten das Rennen nicht beenden.
  • Der Mercedes-AMG GT3 #75 mit Jules Gounon (AND), Kenny Habul (AUS) und Luca Stolz (GER) kämpfte über weite Strecken des Rennens mit um den Gesamtsieg. Im Ziel belegte das Trio den 7. Platz für das Kundensportteam 75 Express. Habul wurde damit zugleich Zweiter der Independent Cup-Wertung für FIA Bronze-Fahrer.
  • Das Qualifying fand bereits am Samstag statt: Scott Taylor Motorsport, Mercedes-AMG Team Craft-Bamboo Racing und 75 Express sicherten sich die Startplätze 1, 2 und 3.
  • Für die Bestzeit im Pirelli Pole Battle sorgte Cameron Waters (AUS) in der #222 von Scott Taylor Motorsport, der damit auch die Simonsen Pole Trophy gewann. Er umrundete den 6,213 km langen Kurs in 2:01.5631 Minuten. Das ist die zweitschnellste Pole-Runde in der Geschichte des Rennens.
  • Mit nunmehr sechs Pole-Positions hält Mercedes-AMG den Rekord beim Bathurst 12 Hour. Zum dritten Mal besetzte Mercedes-AMG die erste Startreihe – ebenfalls eine neue Bestmarke.

>> Rennergebnis IGTC, Bathurst 12 Hour

„Wir waren mit zehn Mercedes-AMG GT3 stark bei den Bathurst 12 Hours vertreten. Die Ausgangslage in diesem extrem kompetitiven Feld war sehr gut. Es war ein echtes Ausscheidungsrennen, in dem wir über die gesamte Distanz hinweg ein hervorragend abgestimmtes Fahrzeug hatten. Alle unsere Kundenteams haben einen tollen Job gemacht. Am Ende hat sich das Mercedes-AMG Team GMR mit einem Fuel-Top-Off während einer frühen Safety-Car-Phase und einem fehlerlosen Auftritt an die Spitze gesetzt und diese souverän verteidigt. Glückwunsch an Kenny Chen und das gesamte Team, das sich diesen Erfolg verdient hat und endlich auch das nötige Rennglück auf dem Mount Panorama Circuit auf seiner Seite hatte. Das war ein guter Start in die IGTC-Saison 2026. Natürlich beschäftigt uns alle aber auch der Unfall von Ralf Aron. Er befindet sich derzeit in medizinischer Behandlung. Wir wünschen ihm eine schnelle und vollständige Genesung.“
Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing

——

„Ich habe wirklich lange auf diesen Sieg gewartet. Wir hatten in den entscheidenden Momenten das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Jetzt, im zehnten Versuch, hat es endlich für mich geklappt, und das fühlt sich super an! Ich kann nur ein riesiges Dankeschön an meine Teamkollegen sagen. Mik und Maxime haben einen Megajob gemacht, das Mercedes-AMG Team GMR hat alles gegeben und der Mercedes-AMG GT3 hat ebenfalls super performt. Ich bin stolz auf das, was wir hier gezeigt haben.“
Maro Engel, Mercedes-AMG Team GMR #888

——

„Ein super Ergebnis für uns, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir von Startplatz 29 gestartet sind. Aber wir haben gut gearbeitet, hatten eine tolle Strategie und konnten während des gesamten Rennens viel Kraftstoff sparen. Alle Beteiligten haben das großartig gemacht. Perfekte Boxenstopps, keine Fehler, das Auto ist ohne einen Kratzer ins Ziel gekommen – ich bin wirklich sehr stolz.“
Mikaël Grenier, Mercedes-AMG Team GMR #888

——

„Es war ein schweres Rennen mit viel Strategie, zahlreichen Safety-Car-Phasen und engen Kämpfen. Aber am Ende des Tages stehen wir auf Platz eins. Das ist ein unglaubliches Gefühl. Es ist das erste Mal, dass wir hier mit dem Team in Bathurst gewonnen haben, und es ist mein erster Sieg für Mercedes-AMG. Ich glaube, es gibt keinen besseren Ort dafür als Bathurst.“
Maxime Martin, Mercedes-AMG Team GMR #888

——

„Am Ende war es ein starkes Rennen von uns. Wir waren die ganze Zeit über vorne dabei und haben um den Sieg gekämpft. Das Team hat eine hervorragende Strategie verfolgt. Dann hatten wir Pech mit einem anderen Auto, das vor uns auf die Strecke zurückkam. Wir haben uns entschieden, volles Risiko zu gehen und anzugreifen. Das hat leider nicht geklappt. Schade, denn wir waren mit dem Mercedes-AMG GT3 sehr schnell und wir hätten das Zeug für einen Sieg gehabt.“

—–
Luca Stolz, 75 Express #75

„Bis zum Zeitpunkt des Unfalls waren wir gut im Rennen, haben unseren Plan konsequent verfolgt und eine starke Strategie umgesetzt – wir lagen gerade in Führung. Dann kam es zwischen The Dipper und Forrest’s Elbow zu einem Unfall. An dieser Stelle bist du praktisch blind und mit sehr hoher Geschwindigkeit unterwegs. Ralf hat uns ganz offensichtlich nicht gehört, und in diesem Bereich waren keine gelben Flaggen zu sehen. Er hat das dort bereits verunfallte Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit am Heck getroffen. Man kann wirklich von Glück sprechen, dass er sich selbst aus dem Auto befreien konnte. In so einem Moment rückt das Renngeschehen völlig in den Hintergrund. Jetzt zählt nur, dass es Ralf den Umständen entsprechend gutgeht.“
Maximilian Götz, Mercedes-AMG Team Craft Bamboo Racing #77

—–

„Das war ein sehr anspruchsvolles Rennen. Zu Beginn hatten wir uns einen kleinen Schaden am Auto zugezogen und mussten dann bei jedem Boxenstopp Reparaturen durchführen. Wir haben den ganzen Tag gekämpft, um wieder in die Führungsrunde zu kommen, und haben es schließlich geschafft. Dass es am Ende zu dem Kontakt mit der #222 kam, ist extrem unglücklich und es ist sehr bedauerlich, dass wir dadurch einen anderen Mercedes-AMG GT3 aus dem Kampf um den Rennsieg genommen haben.“
Jayden Ojeda, Mercedes-AMG Team Tigani Motorsport #6

—–

„Wir haben uns wirklich gut geschlagen. Wir waren wohl eines der wenigen Autos im Feld, das keinen Gold- oder Platin-Fahrer im Cockpit hatte. Für uns ging es in erster Linie darum, über den ganzen Tag hinweg möglichst konstant zu bleiben. Das ist uns gelungen! Der Klassensieg in der Pro Am-Kategorie ist ein großartiges Resultat.“
Brett Hobson, RAM Motorsport/GWR Australia #45

——

Foto: Mercedes-AMG GT3 #77, Mercedes-AMG Team Craft-Bamboo Racing (c) Mercedes-Benz Group