Ausschreibung zu Planung und Neubau für neue Ringbrücke am Damaschkeplatz veröffentlicht

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Magdeburg. Die Ausschreibung zur Projektabwicklung für den Ersatzneubau der Brücke des Magdeburger Rings über die Ernst-Reuter-Allee wurde in dieser Woche auf der Seite der Deutschen e-Vergabe veröffentlicht. Bis Ende 2029 soll die neue Brücke in Betrieb genommen werden. Wie auch bei der Ausschreibung für die Brücke über die Albert-Vater-Straße verläuft die Erneuerung als sogenannte Integrierte Projektabwicklung (IPA). Anmeldeschluss für die Einreichung der Teilnahmeanträge ist der 26. Juni.

Das Vergabeverfahren

Bei dem mehrstufigen Vergabeverfahren können nun im ersten Schritt alle interessierten Bewerberinnen und Bewerber einen Teilnahmeantrag abgeben. Anfang Dezember 2026 sollen dann die Partner für Planung und Bau vertraglich feststehen, sodass voraussichtlich ab Mitte des Jahres 2027 der Bau abschnittsweise mit der Erneuerung des westlichen Teilbauwerks beginnen kann.

Verkehrsplanung während des Baus

Während des Baus des ersten Teilbauwerks bleiben die Behelfsbrücken bestehen, sodass der Verkehr so weit wie möglich aufrechterhalten werden kann. Anschließend wird voraussichtlich im Sommer 2028 die westliche Seite in Betrieb genommen und anschließend der Verkehr umgeschwenkt. Der komplette Ersatzneubau soll voraussichtlich bis Ende 2029 fertiggestellt sein.

Von der Sperrung bis zur Behelfsbrücke

Die frühere Brücke über die Ernst-Reuter-Allee war ab Dezember 2024 nur noch einspurig befahrbar, weil die turnusgemäße Bauwerksprüfung Standsicherheitsprobleme im Überbau vermuten ließ. Nach weiteren Untersuchungen der Trag- bzw. Spannglieder und ihres Materialzustands musste dann am 15. April 2025 die marode Ringbrücke am Damaschkeplatz komplett gesperrt und anschließend abgerissen werden.

Anfang Juli wurde die erste Behelfsbrücke provisorisch eingeschoben, die zweite folgte wenige Wochen später. Bereits am 4. August 2025 konnten die Baumaßnahmen vorzeitig beendet werden und der Verkehr wieder über und auf dem Damaschkeplatz fließen. Die Stadtverwaltung hatte während der Abriss- und Bauarbeiten einen provisorischen Geh- und Radweg quer über die Tangente geschaffen, um größere Umwege zu vermeiden.

Foto © Landeshauptstadt Magdeburg, Laura Saalfeld