Mit „Sommermärchen“ veröffentlichte Apsilon am 3. April 2026 die vierte Single aus seinem kommenden Album „GLANZ NULL“ (VÖ: 24. Juli 2026 via Urban/Universal Music) – und legt damit einen der eindringlichsten Songs seiner bisherigen Karriere vor.
Der Track kreist seit dem 4. April 2006, ein Datum, das gegensätzlicher kaum sein könnte: Ardas neunter Geburtstag, die unbeschwerte Vorfreude auf die Fußball-WM unter dem Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ – im Ballack-Trikot, zwischen Panini-Stickern und kindlicher Euphorie – und zugleich der Mord an Mehmet Kubaşık durch den Nationalsozialistischen Untergrund. Zwischen Fahnen, Euphorie und vermeintlicher Einheit erzählt Apsilon von einer Realität, in der nicht alle „für einen Sommer Deutsche“ sein konnten.
Die Idee zu „Sommermärchen“ trug Apsilon lange mit sich, fand jedoch erst 2025 nach einer Begegnung mit Gamze Kubaşık ihre endgültige Form. In einer fiktiven Annäherung beschreibt er den Verlust und die Leere, den fehlenden Glanz in ihren Augen – „wie kaputte Diamanten“.
Getragen von einem langsamen Beat und melancholischen Orgelklängen verbindet Apsilon persönliche Erinnerung mit kollektiver Verdrängung. „Sommermärchen“ knüpft damit thematisch an sein Debüt an und hält Deutschland einen Spiegel vor: ein Land zwischen Willkommenskultur und rassistischer Gewalt – zwischen Sommermärchen und bitterer Realität.
Text/Foto: Universal Music
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