In Stade in Niedersachsen sind sechs Menschen bei einer Bluttat getötet worden. Die Opfer waren Mitarbeiter einer Familien- und Jugendhilfeeinrichtung. Eine Mutter und ihre drei Monate alte Tochter blieben unverletzt.
Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen von einem Sorgerechtsstreit als Motiv aus. Der Tatverdächtige ist ein 45-jähriger in Deutschland geborener Mann mit türkischen Wurzeln aus dem Raum Hannover. Er war polizeilich wegen Bedrohung bekannt, galt aber nicht als schwer gewalttätig.
Nach der Tat kam es zu einer Festnahme. Der Mann wurde gemeinsam mit einer Komplizin gestoppt. Auch sie befindet sich in Haft. Eine Familienangehörige soll zunächst das Fluchtfahrzeug gesteuert haben.
Der Tatverdächtige hatte einen Sorgerechts-Termin in einer Mutter-Kind-Einrichtung. Kurz nach Meldungen über Schüsse brachte die Polizei Mutter und Kind in Sicherheit.
Nach Angaben der Ermittler gibt es keine Hinweise auf politische oder wirtschaftliche Hintergründe. Es handele sich um eine familiär motivierte Tat. Der Tatverdächtige soll einem Haftrichter vorgeführt werden.
Bundeskanzler Merz äußerte auf X sein Mitgefühl gegenüber den Angehörigen der Opfer.
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Text/Foto: Welt Nachrichtensender am 30. Juni 2026
