Bagger beschädigt Oberleitung – 210 Minuten Verspätung für Intercity

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Schönebeck (Elbe) (ots) – Am Montag, den 15. Juni 2026, kam es im Bereich Schönebeck zu einer erheblichen Störung des Bahnverkehrs. Um 12:45 Uhr informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn in Leipzig die Bundespolizeiinspektion Magdeburg über einen Oberleitungsschaden.

Einsatzkräfte der Bundespolizei erreichten daraufhin umgehend den Ereignisort und stellten dort einen Intercity sowie einen Regionalexpress fest, die aufgrund des Schadens auf freier Strecke zum Stehen gekommen waren. Bei beiden Zügen waren die Stromabnehmer abgerissen. Die betroffene Bahnstrecke war durch das Notfallmanagement der Deutschen Bahn bereits gesperrt und geerdet worden.

Nach bisherigen Erkenntnissen führte ein Baggerfahrer unmittelbar neben den Gleisanlagen Verladearbeiten durch. Dabei beschädigte dieser einen Spanndraht der Oberleitungsanlage. In der Folge riss die Oberleitung und wurde durch die beiden passierenden Züge erfasst. Dies führte an beiden Fahrzeugen zum Abriss der Stromabnehmer und machte eine Weiterfahrt zunächst unmöglich. Die rund 20 Reisenden des betroffenen Regionalexpresses konnten zeitnah evakuiert werden. Die etwa 190 Fahrgäste des Intercitys verblieben zunächst im Zug. Beide Züge wurden später durch Diesellokomotiven aus dem Schadensbereich gezogen.

Der Schnellzug erreichte den Magdeburger Hauptbahnhof mit einer Verspätung von rund 210 Minuten und setzte seine Fahrt anschließend in Richtung Hannover fort. Gegen den Verursacher wurde ein Verfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 75.000 Euro. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an.

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Text/Symbolfoto: Bundespolizeiinspektion Magdeburg am 16. Juni 2026