„da pacem“ – Junge Solisten des Konservatoriums am 24. Mai im Konzert

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Ein musikalischer Abend für Frieden und Versöhnung

Am Sonntag, 24. Mai 2026, lädt das Kammerorchester des Konservatoriums um 19.00 Uhr zu einem besonderen Konzert in den Konzertsaal des Konservatoriums ein. Unter dem Titel „da pacem“ steht der Abend ganz im Zeichen von Frieden, Hoffnung und Versöhnung.

Ein herausragender Moment des Konzerts ist das gemeinsame Musizieren von Vivaldis Violinkonzert a-Moll mit der erst 13‑jährigen Geigensolistin Esmeralda Palomino Oviedo (Klasse Marianne Babinec). Damit setzt das Konzert bewusst ein Zeichen für musikalischen Dialog über Generationen hinweg.

Darüber hinaus widmet sich das Programm dem Gedanken der Versöhnung zwischen Nationen. Aufgeführt wird französische und deutsche Chormusik aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, unter anderem von Heinrich Schütz und Jean-Baptiste Lambert. Höhepunkt des Abends ist die Uraufführung der Komposition „da pacem“ von Bernhard Schneyer, die auf musikalischem Material von Schütz und Lambert basiert und französische sowie deutsche Musikkultur um 1630 miteinander verbindet.

Im Vokalensemble wirken mit Delphine Poret, Fabrice Poret und Isabelle Galipot drei Vertreterinnen und Vertreter der Partnerstadt Le Havre mit – einer Stadt, die wie Magdeburg im Zweiten Weltkrieg schwere Zerstörungen erlitten hat.

Das Konzert möchte ein deutliches Signal senden, dass sich solche Tragödien für kein Volk der Welt wiederholen dürfen. Entsprechend endet der Abend mit Georg Philipp Telemanns Suite „Les Nations“.

Der Eintritt ist frei – um Spenden wird gebeten.

Das Kammerorchester des Konservatoriums wurde 1990 von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften gegründet und verbindet erfahrene Pädagoginnen und Pädagogen mit fortgeschrittenen Nachwuchsmusikerinnen und ‑musikern. Seit November 2017 steht das Ensemble unter der Leitung von Bernhard Schneyer. Ziel ist es, bekannte Werke der Streichliteratur vom Barock bis zur Gegenwart in programmatischen Kontexten mit weniger bekannten Kompositionen zu präsentieren und jungen Solistinnen und Solisten erste Orchestererfahrungen zu ermöglichen.

Das Kuratorium Friedensforum Johanniskirche 1631-2031 fördert und unterstützt das Konzert. Es konstituierte sich im November 2021. Durch die Vorbereitung des Gedenkens an die Zerstörung Magdeburgs 2031 will es dem Gemeinwohl dienen. Als offene Initiative aus Bürgerschaft, Kirchen, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft moderiert das Kuratorium die Verständigung über historisches Erbe, städtische Identität und ihre zeitgemäße Vermittlung in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Stadtrat, Stadtverwaltung und weiteren Partnern.

Alle Magdeburger*innen, die Gäste und die Freunde unserer Stadt sind eingeladen, diesen Prozess mitzugestalten.

Fotonachweis: (c) I.Böckelmann