Magdeburg. Die Hochschule Magdeburg-Stendal und das Fanprojekt Magdeburg laden zur nächsten öffentlichen Vorlesung innerhalb der Reihe „Ist der Fußball noch zu retten?“ ein. Am 5. Mai spricht Christoph Ruf über „Ultras – eine raumgreifende Fankultur“. Beginn im Audimax (Haus 15) auf dem Campus der Hochschule an der Breitscheidstraße in Magdeburg ist 18.15 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kooperationspartner für diesen Termin ist das Literaturhaus Magdeburg.
Von Magdeburg bis Kaiserslautern, von Rostock bis Burghausen – die Ultras sind nicht zu übersehen. Im Stadion schon gar nicht, aber eben auch nicht in den Städten, in denen Tags, Graffities und Millionen von Stickern nicht nur Eingeweihten zeigen, in wessen Revier sie sich gerade aufhalten.
Ultras sehen nicht nur die Kurve, sondern den gesamten öffentlichen Raum als ihr Territorium. Und damit im Zweifelsfall auch als Freiraum, um eine kreative Fankultur zu leben und Botschaften zu transportieren, die im engeren und weiteren Sinne politisch sein können. Immer wieder testet und überschreitet die aktive Fanszene dabei auch Grenzen. Und nicht immer ist das so offensichtlich wie bei den Vorfällen rund um das Derby FCM gegen Dynamo Dresden. In seinem Vortrag referiert der freie Journalist Christoph Ruf, der die Ultraszene grundsätzlich positiv sieht, über das Spannungsverhältnis zwischen Fankultur und öffentlichem Raum. Er liest dabei auch kurze Passagen aus seinen Büchern „Kurvenrebellen, die Ultras“ und „Genug geredet – die Reformunfähigkeit des Fußballs und die Inkonsequenz der Fans“. Mit anschließender Diskussion.
Foto: Ist der Fußball noch zu retten? (c) Carsten Boek
