Schwerer Verkehrsunfall auf der L87

Veröffentlicht in: Landkreis Harz | 0

Osterwieck – Am Vormittag des 21. März 2026 ereignete sich auf der L 87, zwischen Osterwieck und Berßel, ein Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten.

Nach derzeitigen Erkenntnissen befuhr ein 18-jähriger die Straße mit seinem PKW Audi in Richtung Berßel. In einer Kurve verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug. Dieses kam von der Straße ab und kollidierte mit einer Böschung, wodurch sich das Fahrzeug überschlug und im Straßengraben zum Stillstand kam. Der Fahrer und sein 17-jähriger Beifahrer wurden dabei aus dem Fahrzeug geschleudert und schwer verletzt. Beide trugen nicht den vorgeschriebenen Sicherheitsgurt. Ein 18-jähriger Mitfahrer auf dem Rücksitz hatte den Sicherheitsgurt angelegt und wurde leicht verletzt.

Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Rettungskräfte waren mit 6 Fahrzeugen und einem Rettungshubschrauber vor Ort. Die Landstraße 87 war für zwei Stunden gesperrt.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, wie wichtig das Anlegen des Sicherheitsgurts im Fahrzeug ist.

Bei einem Verkehrsunfall wirken innerhalb von Sekundenbruchteilen enorme Kräfte auf den menschlichen Körper. Wenn ein Fahrzeug abrupt abbremst oder kollidiert, bewegt sich der Körper zunächst mit der ursprünglichen Geschwindigkeit weiter nach vorne. Ohne Sicherheitsgurt kann dies dazu führen, dass Fahrzeuginsassen gegen das Lenkrad, das Armaturenbrett oder die Windschutzscheibe prallen. In schweren Fällen können Personen sogar aus dem Fahrzeug geschleudert werden.

Der Sicherheitsgurt verhindert genau das: Er hält den Körper im Sitz und sorgt dafür, dass die bei einem Unfall entstehenden Kräfte besser verteilt werden. Dadurch können schwere oder sogar tödliche Verletzungen deutlich reduziert werden.

Weiter weist die Polizei darauf hin:

  • Auch moderne Sicherheitssysteme wie Airbags können nur dann optimal wirken, wenn Fahrzeuginsassen angeschnallt sind.
  • Eine nicht angeschnallte Person kann auch für andere Insassen ein großes Risiko darstellen, wenn sie bei einem Unfall mit großer Wucht durch das Fahrzeug geschleudert wird und dabei Mitfahrende verletzt.
  • Trotz der gesetzlichen Anschnallpflicht werden bei Verkehrskontrollen immer wieder Personen festgestellt, die nicht angeschnallt sind. Wer während der Fahrt keinen Sicherheitsgurt angelegt hat, muss mit einem Verwarngeld von 30 Euro rechnen.

Die Polizei appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer: Legen Sie vor jeder Fahrt den Sicherheitsgurt an – auch auf kurzen Strecken und auf den Rücksitzen. Das Anschnallen dauert nur wenige Sekunden, kann im Ernstfall jedoch Leben retten.

——

Text/Foto: Polizeirevier Harz am 22. März 2026