Seniorin um hohen Vermögenswert betrogen – Zeugenaufruf der Polizei

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Quedlinburg – Am 19.02.2026 kam es zwischen 12:00 und 16:30 Uhr in der Straße „An der Bode“ zu einer Betrugshandlung durch falsche Bankmitarbeiter und falsche Polizeibeamte.

Die Geschädigte 90-jährige Quedlinburgerin erhielt einen anonymen Telefonanruf eines angeblichen Bankmitarbeiters. Dieser teilte der Seniorin mit, dass ihm eine Unregelmäßigkeit bei einer Überweisung aufgefallen sei. Im weiteren Verlauf lenkte der Anrufer das Thema auf einen angeblichen Goldkauf der Geschädigten und erkundigte sich, ob dieses Gold sicher verwahrt sei. Unmittelbar darauf erhielt die Geschädigte einen weiteren Telefonanruf von einer weiblichen Person, die sich als Polizeibeamtin ausgab. Diese teilte mit, dass die Geschädigte Opfer einer Betrugsmasche geworden sei und die Telefone der Täter überwacht würden. Weiterhin wurde der Geschädigten erklärt, dass die Polizei das vorhandene Gold in sichere Verwahrung nehmen müsse. Kurze Zeit später erschien eine bislang unbekannte männliche Person an der Wohnanschrift der Geschädigten und forderte das Gold. Die Seniorin übergab dem Mann insgesamt einen Kilogramm Gold, wobei der Ankaufswert im unteren sechsstelligen Bereich liegt.

Im Anschluss verließ der Tatverdächtige die Örtlichkeit und entfernte sich in unbekannte Richtung.

Der tatverdächtige Geldabholer soll groß und schlank gewesen sein und lockige Haare tragen.

Personen, die sachdienliche Hinweise zur Tat oder dem Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Harz in Halberstadt unter der Telefonnummer 03941/674-293 oder über das elektronische Polizeirevier zu melden:  
https://polizei.sachsen-​anhalt.de/das-​sind-wir/polizei-​interaktiv/e-​revier/hinweis-​geben

Hinweise der Polizei bei Schockanrufen:

Telefonbetrüger versuchen immer wieder, vor allem ältere Menschen mittels Schockanrufe um ihre Ersparnisse oder wertvollen Schmuck zu bringen.

Bei einem sogenannten „Schockanruf“ geben sich Betrüger am Telefon als Verwandte, Polizisten, Rechtsanwälte oder Bankmitarbeiter aus und erfinden Geschichten. Sie wollen die Angerufenen dazu bringen, Geld oder Wertsachen, wie teuren Schmuck, an sie bzw. einen Abholer zu übergeben. Die Betrüger setzen ihre Opfer zeitlich unter Druck, um sie zu unüberlegten und schnellen Entscheidungen zu drängen. Oft bemerken Opfer den Betrug erst, wenn es zu spät ist. Lassen Sie sich deshalb am Telefon auf keinen Fall unter Druck setzen oder zu kurzfristigen Entscheidungen verleiten – egal, wie plausibel eine Situation zunächst dargestellt wird.

So können Sie sich vor Telefonbetrügern schützen:

– Gewähren Sie unbekannten Personen grundsätzlich keinen Zutritt zu Ihrer Wohnung.

– Wenn Sie Zweifel an der Echtheit eines vermeintlichen Polizeieinsatzes haben, nehmen Sie über die offizielle Notrufnummer 110 Kontakt zur Polizei auf und lassen sich eine Telefonauskunft geben.

– Die Polizei wird niemals Bargeld unter dem Vorwand einer Überprüfung o.ä. in amtliche Verwahrung nehmen.

– Lassen Sie sich telefonisch nicht unter Druck setzen und beenden Sie das Gespräch umgehend.

– Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

– Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!

Weitere Infos zum Thema falsche Polizeibeamte und Betrug finden Sie unter:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten

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Text/Foto: Polizeirevier Harz am 20. Februar 2026